Putin: „Wir können Krim-Abstimmung gerne wiederholen“

Putin: „Wir können Krim-Abstimmung gerne wiederholen“

Russlands Präsident kündigte an, eine Wiederholung der Volksabstimmung auf der Krim mit internationaler Wahlbeobachtung durchzuführen, sollte dies dazu beitragen, die Spannungen mit dem Westen zu entschärfen.

MOSKAU (fna) – Wladimir Putin sorgt für einen Knalleffekt: In einer Pressekonferenz kündigte er an, eine erneute Volksabstimmung auf der Krim durchführen zu lassen, die dann unter internationaler Wahlbeobachtung stattfinden soll. „Wir laden die Amerikaner und die EU gerne dazu ein, als Wahlbeobachter dabei zu sein – sowohl in den Wochen vor der Abstimmung als auch direkt am Abstimmungstag“, so der russische Präsident in Richtung Washington und Brüssel.

Er sei sich aber sicher, dass die Abstimmung nicht sehr viel anders verlaufen würde als zuvor. Zudem wolle er auch jene Menschen wählen lassen, die bis zum Tag des Referendums, am 16. März 2014 dort wohnhaft und wahlberechtigt waren und mittlerweile in der Ukraine oder in einem anderen Land außerhalb der Russischen Föderation leben. „Man wirft uns immer vor, wir würden Wahlen manipulieren. Würden wir das wirklich tun wollen, dann hätte ich dieses Angebot nicht gemacht“, so Putin dazu.

„Sollten die Krim-Bewohner sich bei dieser Abstimmung unter internationaler Beobachtung tatsächlich dafür entscheiden, wieder zur Ukraine zurückzukehren, so wird Moskau das natürlich respektieren und die Rückgabe in die Wege leiten“, sagte er weiter. Allerdings glaube er persönlich nicht daran, „dass die Krim-Bewohner tatsächlich wieder zurück wollen.“ Denn die Ukraine sei „ein gescheiterter Staat“, der ohne „am westlichen Geldtropf zu hängen gar nicht mehr existieren würde“.

Aus Washington und Brüssel selbst waren vorerst keine Reaktionen zu erhalten. Lediglich die republikanische Politikerin, ehemalige Gouverneurin von Alaska und Tea-Party-Aktivistin Sarah Palin äußerte sich dazu. Sie wolle „Atombomben auf Moskau werfen, weil Russland „ein ganz ganz böser Staat“ sei und Putin „eine Ausgeburt der Hölle“.

Bild: Pressedienst des russischen Präsidenten.

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