„safe@home“ – Bundesregierung zahlt Asylwerbern Heimaturlaub

„safe@home“ – Bundesregierung zahlt Asylwerbern Heimaturlaub

Viele Asylbewerber leiden darunter, dass sie ihre in der Heimat verbliebenen Familienmitglieder nicht sehen können. Die Bundesregierung startet nun unter dem Namen „safe@home“ einen Pilotversuch für jene, die länger auf den Familiennachzug warten müssen.

BERLIN (fna) – Seit der großen Flüchtlingskrise ab dem Jahr 2015 sind hunderttausende männliche Syrer, Iraker, Afghanen und so weiter, nach Deutschland gekommen, während sie ihre Familienangehörigen dort in den Kriegswirren zurücklassen mussten. Die ersehnte Zusammenführung der Familien jedoch geht nur schleppend voran, weil sich die CSU die Wahlchancen bei den Landtagswahlen in Bayern nicht ganz vermasseln will. Deshalb hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Migration und Flüchtlinge (BAMF), welches dem Bundeskanzleramt unterstellt ist, ein neues Programm ausgearbeitet.

„Mit dem Programm ’safe@home‘ wollen wir gerade jenen Asylbewerbern einen kleinen Hoffnungsschimmer bieten, die wohl noch mindestens ein oder zwei Jahre auf den Nachzug ihrer engsten Angehörigen warten müssen“, so ein BAMF-Sprecher zur Nachrichtenagentur fna. „Wir bieten in einem Pilotprojekt insgesamt jeweils 1.000 Asylbewerbern aus Syrien, dem Irak und Afghanistan einen Flug nach Damaskus, Bagdad bzw. Kabul an, dazu zwei Wochen Aufenthalt in einem Hotel, etwas Taschengeld und natürlich auch den Rückflug.“ Und die Kosten? Die liegen bei etwa 2.800 Euro pro Person, „weil die Menschen ja auch die Wiedervereinigung mit den Familien, von denen sie so lange getrennt waren, feiern wollen.“ Insgesamt also erst einmal knapp achteinhalb Millionen Euro. „Dafür wird ihnen in der Zwischenzeit auch Hartz IV gestrichen.“

Ali Z., einer der syrischen Teilnehmer des Pilotprojekts freut sich schon darauf. „Seit mehr als zwei Jahren habe ich meine Frauen Dalal und Fadila nicht mehr gesehen, auch meine vier Kinder kennen mich fast nur noch von Skype“, so der 31-Jährige. „Vor allem jedoch möchte ich ihnen auch meine dritte Frau, Andrea, vorstellen, die ich kennenlernte als sie mir als Flüchtlingshelferin in Deutschland auf die Beine half.“ Er selbst gibt an, Raketeningenieur zu sein und für die al-Nusra Front Boden-Luft-Raketen zusammengebaut zu haben. „Die kamen in unser Dorf und fragten nach jemandem, der technisches Verständnis hat und gut schrauben kann. Da habe ich mich gemeldet“, so Z. zur fna. „Das war echt gut, weil die Amerikaner viele Kisten per Fallschirm abwarfen, die Kämpfer diese aufsammelten und ich dann mit ein paar anderen Ingenieuren dann die Raketen zusammenbaute“, berichtet er stolz. „Und Deutschland ist ja mit den Amerikanern verbündet“, so der Syrer, „deshalb bin ich froh hier bleiben zu dürfen.“

Von der Linken kommt jedoch massive Kritik an diesem Programm. „Die CSU kalkuliert doch knallhart den Tod dieser armen verfolgten Menschen mit ein“, so Parteivorsitzende Katja Kipping. „Erst verspricht man ihnen einen Heimaturlaub in jenem Land, in dem sie aus politischen oder religiösen Gründen verfolgt werden, und dann tut man auch noch so, als ob das eine Urlaubsreise darstellen würde. Das ist doch zynisch und menschenverachtend!“ Auch Grünen-Politiker Cem Özdemir sieht dahinter ein Komplott der Union. „Wenn sich die Asylbewerber selbst ihr Urlaubsziel in ihrer Heimat aussuchen, dann wissen sie wenigstens, ob es dort sicher für sie ist“, so der frühere Grünen-Vorsitzende. „Aber so schickt man sie doch direkt in die Höhle des Löwen.“

Aber auch die AfD kann sich mit dem Programm nicht anfreunden. „2.800 Euro sind viel zu viel“, so der Thüringer Landesparteichef Björn Höcke. „Ein einfaches Hinflugticket für 300 Euro in der Holzklasse hätte doch mehr als gereicht.“ Oppositionsführerin Alice Weidel unkte, dass „Seehofer doch gleich die ganzen Messermänner mitschicken“ könne, „und die Kopftuchmädchen gleich mit dazu.“

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2 thoughts on “„safe@home“ – Bundesregierung zahlt Asylwerbern Heimaturlaub

  1. Auch wenn das Satire sein soll, es gibt tatsälich Syrer die Heimaturlaub machen. Und wenn sie Sozialleistungen beziehen auf Kosten des Staates. Witzig finde ich das nicht.

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