Trump: Zollstreit um Schweizer Schokolade und Käse

Trump: Zollstreit um Schweizer Schokolade und Käse

US-Präsident Donald Trump will Schokolade und Käse aus der Schweiz mit Strafzöllen belegen, weil die Eidgenossen „unfairen Wettbewerb“ betreiben.

WASHINGTON, BERN (fna) – Für Liebhaber Schweizer Schokolade und Schweizer Käse werden in den Vereinigten Staaten von Amerika wohl bald harte Zeiten anbrechen. Denn US-Präsident Donald Trump kündigte auf Twitter an, bald schon Strafzölle von 50 bzw. 40 Prozent auf Schokolade und auf Käse aus der Alpenrepublik erheben zu wollen.

„Deren Schokolade ist so viel cremiger und deren Käse so viel leckerer. Unsere Unternehmen können das nicht. Das ist unfair!!!“, so Trump in einem Tweet. Daraufhin brachte er die Strafzölle ins Gespräch, weil er die US-amerikanische Schokoladen- und Käseindustrie schützen wolle. Denn für ihn gilt auch in Sachen Essen „America First!“ als Leitdoktrin.

Laut dem US-Handelsministerium importierten die Vereinigten Staaten im letzten Jahr ganze 237,4 Tonnen Schweizer Schokolade, während US-amerikanische Schokoladenhersteller lediglich 5,2 Tonnen des „braunen Goldes“ in die Schweiz exportierten. Ähnlich sieht es auch beim Käse aus: Während die USA 2017 von den Helvetern ganze 485,3 Tonnen Käse abkauften, lieferten sie selbst den Eidgenossen jedoch nur 16,7 Tonnen Käse. Allerdings, so eine Anmerkung, waren fast zehn Tonnen davon lediglich billig hergestellter und teuer verkaufter Analogkäse, mit dem man die Veganer in der Schweiz versorgt, nachdem sich Schweizer Unternehmen strikt weigern, einem solchen Produkt den Namen „Käse“ zu geben.

In der Schweiz sieht man das Ganze gelassen. Ein namhafter Schokoladenproduzent meinte nur: „Sollen die das ruhig machen. Wer gute Qualität zu schätzen weiß – und das tun viele Amerikaner – wird auch künftig echte Schweizer Schokolade kaufen. Auch wenn sie teurer wird.“

Bild: Pixabay / Flickr – Gage Skidmore CC BY-SA 2.0

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One thought on “Trump: Zollstreit um Schweizer Schokolade und Käse

  1. Ich erinnere mich noch wie vor vielen Jahren Krafft seinen gräuslichen Velveta als Käse in Europa verkaufen wollte – nach langem Rechtsstreit kam dann so ein Name wie „Käsezubereitung“ raus, 🙂
    Der US-Käse ist ein Grund für mich, im Urlaub in den USA keinen Cheeseburger zu essen …

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