Berliner Gymnasium: Chemielabor bei Crystal-Meth-Herstellung zerstört

Berliner Gymnasium: Chemielabor bei Crystal-Meth-Herstellung zerstört

In einem Berliner Gymnasium sollten Schüler während des Chemieunterrichts Crystal Meth herstellen und haben dabei das schuleigene Chemielabor in die Luft gesprengt.

BERLIN (fna) – Ausnahmesituation im Lusia-Schmuck-Gymnasium in Berlin-Wedding. Ein lauter Knall durchzog das Schulgebäude und zuerst ging man aufgrund der Rauchentwicklung von einem terroristischen Anschlag aus. Doch dann stellte es sich heraus, das die Schüler der Klasse 7c während des Chemieunterrichts Crystal Meth herstellen sollten, dabei jedoch ein Fehler beim kochen unterlief und dies zu einer Explosion führte.

„Wir müssen den Ablauf zuerst einmal rekonstruieren“, so Bezirksfeuerwehrkommandant Heino Hasselt zur Nachrichtenagentur fna, „aber so wie es aussieht, haben die Schüler beim Meth kochen nicht gut genug aufgepasst.“ Bis auf ein paar Verbrennungen ersten und zweiten Grades, sowie Ohrensausen durch die Druckwelle und Hustenanfällen ist den Kindern jedoch laut einem Sprecher des Roten Kreuzes nichts passiert: „Sie hatten Glück im Unglück, weil sie während des Vorfalls mehrheitlich im Schulflur standen und rauchten“, so der Sprecher.

Der Chemielehrer, Franz F. (56), sagte, dass dies auch sein Fehler gewesen sei. „Nachdem meine Schüler schon erfolgreich XTC und LSD herstellten und zuvor schon mit der Produktion von C4 und Semtex glänzten, dachte ich, dass ich sie beim kochen von Crystal Meth ruhig ein paar Minuten alleine lassen kann“, so der Lehrer. Er habe wegen eines scharfen Chili con Carne vom Vorabend noch „dringend ein großes Geschäft erledigen müssen“.

Abdul Y., einer der Schüler der Chemieklasse betont, dass die Schule leider zu wenige Mittel für die Ausstattung der Klassenräume erhalte. „Wir haben mit unserem Chemielehrer gesprochen und das Angebot gemacht, dass wir eben mit der Herstellung von Drogen und Sprengstoff frisches Geld in die Schulkasse spülen können“, so der Junge. Bislang sei dies ein großer Erfolg gewesen, zumal sie alleine in diesem Schuljahr bereits mehr als 230.000 Euro Gewinn lukrieren konnten. „Zehn Prozent davon ist für unsere Klassenkasse“, so Anna F., welche zu den Initiatoren des Projekts gehört, „damit feiern wir dann eben Parties mit Smarties.“

Welche Konsequenzen dies für die Schüler und den Chemielehrer, sowie den Schulleiter haben wird, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft hat bereits die Ermittlungen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung eingeleitet.

Share this post

Post Comment