Deutschland: Katzensteuer soll Kommunalkassen entlasten

Deutschland: Katzensteuer soll Kommunalkassen entlasten

Neben der Hundesteuer soll nun auch eine Katzensteuer kommen, um so mehr Geld in die Kommunalkassen zu spülen. Pro Katze sollen demnach bis zu hundert Euro jährlich fällig sein.

FRANKFURT, BERLIN (fna) – Wer einen Hund besitzt, kennt es schon: Je nach Wohnort und teilweise auch ja nach Rasse wird ein bestimmter Betrag an Hundesteuer eingehoben – bis zu 200 Euro pro Jahr werden so fällig. Zweit- und Dritthunde sind hierbei oftmals sogar deutlich teurer als der erste. Für die rund 9,2 Millionen registrierten Hunde in Deutschland erhalten die Kommunen bereits mehr rund 380 Millionen Euro.

Doch die klammen Kassen lassen die Städte und Gemeinden bereits nach einer neuen Steuer suchen. Fündig wurden sie bei den Katzen. Immerhin soll es schätzungsweise rund 14 Millionen Hauskatzen in Deutschland geben. Bei einem durchschnittlichen Steuersatz von auch nur zwanzig Euro könnten die kommunalen Kassen einen Zufluss von etwa 280 Millionen Euro erwarten.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund teilte der Nachrichtenagentur fna auf Anfrage mit, dass entsprechende Planungen bereits vorangeschritten seien. Mehr als drei Viertel der deutschen Kommunen wolle internen Umfragen zufolge nun eine solche Katzensteuer einführen und dabei zwischen zehn und hundert Euro pro Jahr für die Stubentiger verlangen. Frankfurt am Main beispielsweise will zwanzig Euro für die erste Katze, sowie vierzig Euro für jede weitere Katze einheben, in Berlin werden die Steuersätze bei 25 Euro für die erste Katze, fünfzig Euro für die zweite Katze und 75 Euro für jede weitere Katze liegen.

Dafür sollen die Katzen auch gechipped werden. Zudem werden Tierärzte dann dazu verpflichtet sein, bei der Behandlung von Katzen darauf zu achten, ob diese registriert sind oder nicht – und bei nicht angemeldeten Tieren die Jahressteuer plus Strafzuschlag in Höhe von 1.000 Euro gleich im Namen der Gemeinde einziehen und weiterleiten.

Die Anmeldeformulare für die Katzensteuer werden künftig bei den Tierärzten aufliegen, die auch die Katzen chippen. Angemeldet werden müssen die Tiere demnach innerhalb der ersten drei Lebensmonate, wo sie auch ihre ersten Impfungen erhalten.

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