Fußball: Bundesliga-Tickets künftig mit fünf Euro Polizeizuschlag

Fußball: Bundesliga-Tickets künftig mit fünf Euro Polizeizuschlag

Die Fußballclubs der Bundesliga sollen künftig für die Polizeieinsätze mitbezahlen. Deshalb werden künftig fünf Euro Polizeizuschlag auf die Tickets aller Spiele erhoben.

BERLIN, BREMEN (fna) – Der Stadionbesuch kommt die Fußballfans künftig teuer zu stehen. Nach der Sommerpause, die bis zum 24. August dauert, werden sich die Fußballclubs an den Kosten für die Polizeieinsätze beteiligen müssen. Um die finanzielle Belastung für die Clubs zu minimieren, haben sich sämtliche Vereine der Deutschen Fußball Liga (DFL) darauf geeinigt, die Ticketpreise künftig um fünf Euro anzuheben. Dies gilt sowohl für die Bundesliga selbst, als auch für die 2. Bundesliga.

Reinhard Rauball (SPD), der Vorsitzende des BVB und Präsident des deutschen Ligaverbandes meinte dazu: „Wir haben mit den Innenministern der Länder lange Zeit gerungen und denken, dass dies die beste Möglichkeit ist. Fünf Euro tun niemandem weh, der genügend Geld für die Tickets hat.“ Für Saisonkarteninhaber soll der Ticketpreis statt um 170 um nur 150 Euro angehoben werden, so Rauball weiter.

Auch der Deutsche Fußball Bund (DFB) will sich demnach mit einem Polizeizuschlag bei Spielen der Nationalmannschaft im Inland beteiligen. Dort könnten die Ticket-Preise allerdings um zehn Euro ansteigen, da man gerade im Umfeld von Länderspielen immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen von Fangruppen sehe, die eine entsprechende Polizeipräsenz benötigen. Die Anzahl der Polizisten die bei Ligaspielen eingesetzt werden liegt bei 200 bis zu 1.000 Beamten. Wenn jedoch Geld von den Klubs kommt, können pro Spiel zwischen 1.000 und 2.500 Polizisten eingesetzt werden.

Große Freude zeigt Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), der die Konsensfähigkeit Rauballs lobte. „Auch wenn dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, können wir so unseren Polizisten auch die ganzen Überstunden abgelten, die sie wegen der randalierenden Fußballfans ableisten müssen“, so Mäurer, „deshalb ist es schön, dass wir bei der DFL so vernünftige Spitzenleute haben.“

Die Innenminister erwarten bei den einzelnen Spielen hierbei ordentliche Summen. So sind beispielsweise in Dortmund jedes Mal rund 80.000 Zuschauer im Stadion, beim FC Bayern München 75.000 und in Gelsenkirchen etwa 60.000. Das wären dann 400.000 bzw. 375.000 respektive 300.000 Euro pro Spiel. Selbst bei kleineren Stadien mit 15.000 Zuschauern Fassungsvermögen würden 75.000 Euro in die Kassen der jeweiligen Innenminister fließen.

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