Japan: Männliche Porno-Darsteller händeringend gesucht

Japan: Männliche Porno-Darsteller händeringend gesucht

In Japan gibt es einen Mangel an männlichen Porno-Darstellern, weil zu wenige Männer mit verpixelten Geschlechtsteilen geboren werden. Bei den Frauen ist das (noch) anders. Nun will die japanische Porno-Industrie international rekrutieren.

TOKIO (fna) – Japan hat ein Problem: Auf 10.000 weibliche Porno-Darstellerinnen kommen lediglich 70 männliche Pendants. Diese müssen monatlich 4.000 Streifen drehen, um die internationale Nachfrage zu befriedigen. Für die männlichen Darsteller heißt dies, sie müssen täglich im Schnitt zwei Streifen drehen, ohne eine Wochenend-Pause zu haben. „Das schlaucht schon ordentlich“, so „Ken Anaconda“, wie sich der mit bürgerlichem Namen Hikaru Iwoshima nennende Darsteller in der Szene nennt zur Nachrichtenagentur fna. „Zwei Streifen täglich, manchmal drei oder vier. Da gehen selbst die Pixel langsam weg.“

Vor allem die Pixel sind das Problem der japanischen Porno-Industrie: Werden durchschnittlich 27,4 Prozent der japanischen Frauen mit einer verpixelten Vagina geboren, so sind es bei den Männern lediglich 2,2 Prozent, die das Privileg haben, mit einem verpixelten Penis zur Welt zu kommen. Doch für die japanische Pornoszene, die aufgrund der dortigen Schamkultur darauf steht, ist das ein Problem.

„Wissen Sie, bei uns haben die meisten Menschen nur im Dunkeln Sex, weil unsere Religion sagt, dass wir beim Anblick unverpixelter Geschlechtsteile Unheil über unsere Familie bringen und Augenkrebs bekommen“, so Hiro Kanape, der Manager eines der vielen japanischen Porno-Studios. „Inzwischen müssen wir bei einigen Aushilfs-Darstellern sogar mit technischen Mitteln nachhelfen, damit deren Geschlechtsteile verpixelt werden“, erklärt er. Das Filmteam würde dabei mit Schweißerbrillen arbeiten „und die Frauen müssen dann ihre Augen schließen oder werden nur von hinten genommen.

Der Darstellermangel führt laut Kanape dazu, dass die völlig überarbeiteten Männer inzwischen immer öfter zu Hilfsmitteln wie Dildos, Analperlen und dergleichen greifen, weil ihre Penisse schon wund sind. „Zwei bis drei Streifen pro Tag und dann auch noch insgesamt etwa zwanzig Mal Sex sind schon viel“, beklagt sich Kane Hitashi, der bereits seit acht Jahren in dem Business ist. „Alle acht Stunden nehme ich eine Viagra, damit ich überhaupt noch einen hoch bekomme…“

Nun sucht die japanische Porno-Industrie händeringend auch international nach männlichen Darstellern, die – wenn möglich – auch über verpixelte Genitalien verfügen und sich in solch einem Job wohlfühlen. „Wir bezahlen im Schnitt etwa 2,5 Millionen Yen (Anm. d. Red.: knapp 19.600 Euro) monatlich, dazu gibt es eine eigene kostenlose Wohnung in unserem Studioareal und drei Mal täglich ein Gratis-Buffet“, erklärt Kanape. „Wir würden uns über mehr Bewerbungen sehr freuen. Und unsere Mädels auch.“

Bild: idols69

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