Klimawandel: Brüssel beschließt Energierationierung für die EU

Klimawandel: Brüssel beschließt Energierationierung für die EU

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, plant die EU-Kommission umfangreiche Eingriffe. Strom wird es künftig nur noch 16 Stunden täglich geben, der Sprit an der Tankstelle wird auf 25 Liter pro Woche und Auto limitiert.

BRÜSSEL (fna) – Der Klimawandel bedroht die Erde, deshalb hat die EU-Kommission beschlossen, die wichtigsten Energieträger in der Europäischen Union zu limitieren. „Damit wollen wir das Umweltbewusstsein der Menschen in Europa stärken“, so EU-Energiekommissar Miguel Arias Cañete (EVP, Spanien) zur Nachrichtenagentur fna. „Wir Europäer verbrauchen einfach zu viel Energie, das geht so nicht mehr weiter.“

Die Pläne der EU-Kommission sehen unter anderem vor, dass die Stromversorgung zwei Mal täglich für vier Stunden unterbrochen werden soll. So wird im Schnitt nur noch 16 Stunden täglich Strom aus der Steckdose kommen. „Wer selbst Photovoltaikanlagen installiert hat, kann das natürlich für sich selbst umgehen“, so Cañete, „aber das ist kein Problem, da es sich hierbei um grüne Energie handelt.“

Aber auch beim Sprit soll es umfangreiche Limitierungen geben. So werden private Fahrzeughalter künftig insgesamt 25 Liter Benzin bzw. Diesel pro Auto zur Verfügung haben. „Wer mehr verbraucht, muss eine Klimaabgabe in Höhe von zwei Euro pro Liter zusätzlich an der Tankstelle bezahlen“, erklärt der Energiekommissar. Damit wolle man den „sinnlosen Gebrauch des eigenen Fahrzeugs reduzieren.“ Diskussionen gibt es allerdings noch in Sachen Heizung der Wohnungen. Eine Limitierung dort würde vor allem die nordeuropäischen Länder stark treffen.

Einer von der EU-Kommission in Auftrag gegebenen Studie zufolge sollen diese Maßnahmen den CO2-Ausstoß in der Europäischen Union um bis zu 12 Prozent senken. „Wir hatten ja auch schon die Idee, ein oder zwei Vulkane explodieren zu lassen, um die globale Temperatur wieder etwas zu senken“, erklärt der Spanier. „Aber kein Land der Welt wollte, dass unsere Bomberstaffeln deren Vulkane anheizen.“ Eine solche Maßnahme hätte infolge der Gase und der Aschepartikel in der Atmosphäre eine durchschnittliche Temperaturreduktion von 0,4 bis 0,6 Grad mit sich gebracht, heißt es aus Brüssel. „Nun müssen wir eben zu anderen Maßnahmen greifen…“

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