Korea: Kim tritt zurück – Wiedervereinigung geplant

Korea: Kim tritt zurück – Wiedervereinigung geplant

Die diplomatische Offensive Russlands führte dazu, dass Kim Jong Un seinen Rücktritt ankündigte. Eine Übergangskommission soll die Wiedervereinigung in die Wege leiten.

PJÖNGJANG, MOSKAU (fna) – Nordkoreas Staatschef will nicht mehr und kündigte seinen Rücktritt an. „Mit Ende dieses Jahres werde ich zurücktreten und in mein Exil in Sotschi, Russland, gehen“, so Kim Jong Un laut der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA. „Außenminister Lawrow konnte mich davon überzeugen, dass dieser Schritt das Beste ist, was ich für mein Land und für mein Volk tun kann.“

In den kommenden sieben Monaten wolle er noch einige private Dinge regeln, sowie den Transport seiner wenigen Habseligkeiten mit Hilfe von zehn russischen Großraum-Transportflugzeugen in die russische Schwarzmeerstadt organisieren. Auch soll es zu einer schrittweisen Öffnung der Grenze zwischen Nord- und Südkorea kommen. „Zuerst werden wir Kontingente einführen, damit die Grenzbehörden nicht zu sehr überlastet werden.

Wie die Nachrichtenagentur fna in Erfahrung bringen konnte, wird Südkorea auch das politische Parteiensystem des Landes öffnen und einer Nachfolgeorganisation der Kommunistischen Partei Nordkoreas (nach Vorbild der deutschen SED bzw. später PDS) die Zulassung im wiedervereinigten Korea gewähren. Dem Vernehmen nach sollen Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine als Experten diesen Prozess vorantreiben. Nordkoreanische Regierungskreise sagten dazu: „Das wäre unserer Ansicht nach die beste Lösung für den Transformationsprozess.“ Denn die Deutschen hätten hierbei schon Erfahrungen gemacht und aus den eigenen Fehlern gelernt.

Bis zu den Neuwahlen, die im Jahr 2020 in Gesamt-Korea stattfinden sollen, wird die Nationalversammlung der Republik Korea, Gukhoe genannt, von derzeit 300 auf 450 Sitze vergrößert. Zu den 300 derzeitigen südkoreanischen Abgeordneten sollen demnach 150 der derzeitigen Abgeordneten der Obersten Volksversammlung Nordkoreas hinzukommen. Die kommunistische PdAK des Nordens wäre dann vor der liberalen DMP und der konservativen JHP die stärkste Partei des Landes. Eine Sonderregelung soll es den nordkoreanischen Abgeordneten jedoch ermöglichen, die Partei und Fraktion zu wechseln.

US-Präsident Donald Trump zeigte sich in einer ersten Reaktion über die unerwartete politische Wendung erfreut: „Die harte Haltung Amerikas hat uns den Sieg gebracht!“ twitterte er, „Jetzt habe ich den Friedensnobelpreis verdient!“ Das Weiße Haus wolle jedoch weiterhin am 12. Juni ein Treffen zwischen den beiden Staatschefs in Singapur durchführen, um so den ganzen Prozess zur Wiedervereinigung beider Koreas voranzutreiben.

Bild: KCNA

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