Mehr Gewicht in der EU: Rückkehr von Österreich-Ungarn?

Mehr Gewicht in der EU: Rückkehr von Österreich-Ungarn?

Eine Politikerkommission aus Österreich, Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina arbeitet an Plänen, Österreich-Ungarn neuzugründen. Man habe so mehr Gewicht in der EU.

WIEN, BUDAPEST (fna) – Diesen Paukenschlag hat man nicht erwartet: Dank Abhörmaßnahmen im Büro von Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache durch den Politik-Aufdecker Peter Pilz wurde bekannt, dass die Regierungen von Österreich, Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina an Plänen arbeiten, das alte Österreich-Ungarn in neuem Gewand neuzugründen. Dafür habe man, wie abgehörte Telefongespräche zwischen dem freiheitlichen Politiker und Regierungsvertretern dieser Länder belegen, sogar schon eigene Politikerkommissionen gegründet.

Man habe es demnach satt, sich ständig „von der irren Merkel“ vorschreiben zu lassen, Asylbewerber aufnehmen zu müssen, die diese „mit vollmundigen Versprechen“ erst hergelockt habe, soll Ungarns Premierminister Viktor Orbán gegenüber Strache gesagt haben. Der Freiheitliche habe ihm dabei zugestimmt und gesagt, „ein solches Großösterreich, ich meine… ein solches Österreich-Ungarn hätte dann deutlich mehr Gewicht in der EU“. Auch aus den Regierungen der anderen Länder gebe es demnach positive Signale für eine solche Länderfusion.

Das neue „Österreich-Ungarn“ nach Ländern in der EU.

Diese Länder zusammen hätten schon ganze 44 Millionen Einwohner, sollten sich Polen und Rumänien – die immerhin auch teilweise Gebiete des alten Österreich-Ungarns umfassen – ebenfalls dazu entschließen, sich dem neuen Staat anschließen, hätte man sogar ganze 102 Millionen Einwohner – und so gleich auch mehr als Deutschland. Auch die Ukraine ist im Gespräch, wobei der FPÖ-Chef hier einen Teilungsplan mit Russland anstrebt, um keinen Krieg herauszufordern. Strache selbst will jedoch auch Serbien mit aufnehmen, sollte Belgrad dies wollen. Immerhin möchte er „nicht dasselbe Schicksal erleiden, wie damals Thronfolger Franz Ferdinand“, falls er dann eine Reise nach Sarajewo mache, wie er offenbar mit dem ungarischen Premierminister witzelte. Italien hingegen soll nicht aufgenommen werden, weil „de G’fraster hobn uns scho zwa moi varrotn“, so ein hochrangiges österreichisches Mitglied der Politikerkommission mit Hinweis auf die beiden Weltkriege, in denen die Italiener jedes Mal die Seiten wechselten.

Dem Vernehmen nach soll Wien Hauptstadt des neuen Staates werden, in Budapest soll das Parlament sein, die Zentralbank soll nach Prag gehen, der Verfassungsgerichtshof nach Bratislava. Für Zagreb ist das Verwaltungsgericht vorgesehen. Zudem solle das neue Österreich-Ungarn auch sehr föderal strukturiert werden. Man überlege sogar, eine eigene Provinz für „die Zigeuner“ anzulegen. Nur war man sich noch nicht einig wo dies sein soll. Als wahrscheinlichster Vorschlag gilt hierbei Bosnien-Herzegovina, welches „ohnehin schon ein zerrütteter Vielvölkerstaat“ sei, bei dem es „ohnehin nichts ausmacht“, wenn „wir die umsiedeln“, so Pilz in seiner Niederschrift der mitgehörten Telefongespräche.

Auf Anfrage durch die Nachrichtenagentur fna teilte der stellvertretende Vorsitzende der FPÖ Johann Gudenus mit, er wolle „mit dem HC ein ernstes Wörtchen reden“, da er selbst eigentlich lieber mit Deutschland fusionieren wolle. „Österreich-Ungarn ist von vorgestern, Großdeutschland immerhin nur von gestern“, sinnierte er. Ex-Präsidentschaftskandidat und Dritter Nationalratspräsident Norbert Hofer hingegen teilte mit, er würde Österreich „wegen des direktdemokratischen Vorbilds“ lieber mit der Schweiz fusionieren. Zudem wären „die Protestanten in Österreich dann nicht mehr eine so kleine Minderheit.“

Bundeskanzler Sebastian Kurz wollte sich zu diesem Thema nicht äußern. Sein Sprecher teilte telefonisch mit: „Der Herr Kais… äh… Bundeskanzler befindet sich derzeit zu einer wichtigen Anprob… äh.. zu einem wichtigen Termin in der Schatzkammer der Wiener Hofburg. Insidern der „Neuen Volkspartei“ zufolge soll er jedoch schon bei den Habsburgern um eine Adoption angefragt zu haben, weil er „auf diese geilen Traditionen“ so sehr stehe.

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