Norbert Blüm: Früher sterben sichert die Rente

Norbert Blüm: Früher sterben sichert die Rente

Norbert Blüm, früher Bundessozialminister, behauptet immer noch, die Rente sei sicher. Aber: die Menschen müssten einfach wieder früher sterben. Freiwillig.

BERLIN (fna) – Mit dem Spruch „Die Rente ist sicher“ erlangte der frühere Bundessozialmister Norbert Blüm (CDU) eine gewisse Berühmtheit. Den Nebensatz „Die Frage ist nur, wie hoch diese sein wird“ hingegen haben die meisten Menschen aus dem Gedächnis gestrichen. Nun legt der ehemalige Politiker noch einmal nach.

„Klar ist, dass entweder die Beitragssätze entweder drastisch ansteigen, oder die Menschen freiwillig wieder früher sterben“, so Blüm in seiner Altersweisheit, „Deutschland kann es sich nicht leisten, zu überaltern. Da sollte man sich spätestens mit 70 selbst opfern.“ Nur so könne man die Rente mit 65 auch längerfristig finanzieren, ohne dabei die Wirtschaft abzuwürgen.

Blüm, der selbst eine üppige Politikerpension bezieht, betont allerdings auch, dass man für jene alten Menschen eine Ausnahme machen könne, die selbst mindestens zwei Kinder und vier Enkelkinder hätten. „Es gibt zwei Arten von Rentnern: Jene, die für genügend Nachwuchs sorgten und sich eine ordentliche Rente verdient haben und dann jene, die sich nicht um die Absicherung des Rentensystems kümmerten“, so der CDU-Mann. Letztere hätten allerdings maximal fünf Jahre Rente verdient, „da sie ohnehin keine Enkel haben, um die sie sich kümmern müssen.“

Der 83-Jährige, der selber drei Kinder hat (von denen er weiß), würde selbst jedoch „gerne hundert Jahre alt werden“, wie er betont. Immerhin würde er gerne noch mehr Kinderbücher schreiben und weitere Länder bereisen.

Bild: Bundesarchiv, B 145 Bild-F078539-0037 / Schaack, Lothar / CC-BY-SA 3.0

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