Özdemir traurig: „Deutschtürken hätten HDP wählen müssen“

Özdemir traurig: „Deutschtürken hätten HDP wählen müssen“

Grünen-Politiker Cem Özdemir ist traurig, dass die kurdische Linkspartei HDP in Deutschland so wenige Stimmen der Deutschtürken erhielt. „Dabei haben wir doch so viel Wahlkampf für sie gemacht…“ Man müsse die Erdogan-Anhänger „wie die Nazis“ umerziehen.

BERLIN (fna) – Weil türkischen Politikern in Deutschland der Wahlkampf untersagt war, haben die Grünen (neben der Linken) diesen hierzulande für die kurdische Linkspartei HDP geführt. Sozusagen als Stellvertreter-Wahlkampf eben. Allerdings führte dies nicht zum gewünschten Erfolg, das den langjährigen Grünen-Politiker Cem Özdemir, der selbst schon auf HDP-Veranstaltungen in Deutschland sprach, sehr traurig macht.

„Es macht mich traurig, dass die AKP und Präsident Erdogan gerade von den Deutschtürken so viel Zuspruch bekommen haben“, erklärte er unter Tränen der Nachrichtenagentur fna, „dabei haben wir doch in den letzten Wochen so viel Wahlkampf für die HDP gemacht, dass diese mindestens die Hälfte der Stimmen hätte bekommen müssen.“ Dabei verweist er auch auf den tatkräftigen Einsatz von seiner Parteifreundin Claudia Roth, der in der Türkei nicht nur Sonne, Mond und Sterne gefallen, sondern auch Wasser, Wind, Meze und Börek. „Sie liebt die Türkei so sehr, dass sie ihre ganze spärliche Freizeit dem Wahlkampf gewidmet hat“, so Özdemir.

Als Reaktion auf den Wahlsieg des türkischen Präsidenten schrieb er auf Twitter: „Die feiernden deutsch-türkischen Erdogan-Anhänger feiern nicht nur ihren Alleinherrscher, sondern drücken damit zugleich ihre Ablehnung unserer liberalen Demokratie aus“. Und weiter: „Wie die AfD eben. Muss uns beschäftigen“.

Nun schlägt er vor, umfangreiche Umerziehungsprogramme für die Deutschtürken zu starten. Dabei sollen diese Menschen einmal wöchentlich vor dem Freitagsgebet in der Moschee hundert Mal „Demokratie ist super, Erdogan ist böse, die HDP ist besser“ rezitieren, „bis das Ganze tief in deren Denken verwurzelt ist.“ So betont er, dass man „diese Erdogan-Fanatiker umerziehen muss, wie damals nach dem Weltkrieg die Nazis.“

Bild: Sven Mandel / CC-BY-SA-4.0

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2 thoughts on “Özdemir traurig: „Deutschtürken hätten HDP wählen müssen“

  1. Die HDP ist der politische arm, der auf der ganzen Welt als Terror Organisation eingestuften, PKK. Sie hatt sich nie von der PKK und ihren Terror Aktionen distanziert. Die HDP hatt ihre politische Zukunft selber zerstört in dem sie den Friedensprozess torpediert und sabotiert hatt.
    Wir Deutsch-Türken-Kurden wollen Frieden jedoch ist das mit der HDP nicht möglich ! Vor Erdogan durfte man kein kurdisch sprechen keine kurdische Musik hören oder vermarkten , sogar die Existenz eines kurdischen Volkes wurde verneint…. Dies alles hatt Erdogan geändert und wollte frieden schafen….Auch A.Öcalan hatt der PKK klar befohlen die Waffen zu begraben und gesagt die Zeit des Kampfes ist vorbei…. Was hatt die PKK gemacht ? Schlafende Polizisten hingerichtet und weiter Anschläge verübt…welcher Staat duldet sowas ? Ich bin kein Mitglied der akp oder einer sonstigen Partei ich hab auch vieles an Erdogans Politik zu kritisieren aber auch einiges wo ich sagen muss hand aufs Herz er hatt auch vieles positives gemacht…. Wer die Geschichte der Türkei kennt weiß wie schwer es ist Veränderungen durchzuführen wieviele Putsch und millitär Diktaturen die Türkei hinter sich hatte ,wieviele unaufgeklärte Morde usw usw tiefer Staat , gladio usw…. Aussenpolitik , Kurdenrechte Erdogan positiv !
    Innenpolitik bzgl persönliche Freiheit der Bürger negativ ….. Aber es gibt keine Alternative. Seit 16 Jahren verliert bei jeder Wahl die Opposition keiner der Verlierer trettet zurück und lässt jemand neues an die Partei spitze …. Das ist in Deutschland anders …. Schon Mal daran gedacht ? Diktatoren sind sie leider DIE OPPOSITION darum verlieren sie jede wahl

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