Schmuh – Genetiker schaffen Schweinefleisch vom Rind

Schmuh – Genetiker schaffen Schweinefleisch vom Rind

Ein Dilemma wurde Dank der Hilfe von Genetikern beseitigt: Mit dem Schmuh, einer Kuh, deren Fleisch wie jenes vom Schwein schmeckt, können nun auch Muslime und Juden mehr Gerichte genießen – ohne zu sündigen.

RIADH (fna) – Saudi-arabischen Wissenschaftlern ist eine Sensation gelungen. Mit Hilfe der Gentechnik konnten sie eine Kuh züchten, deren Fleisch nicht nur wie Schweinefleisch schmeckt, sondern dazu auch noch dessen sämtliche Eigenschaften und dessen Konsistenz übernimmt. Damit, so frohlocken die Genetiker der König Faisal Universität, könnten nun auch Muslime und Juden mit reinem Gewissen viele traditionell mit Schweinefleisch zubereitete Gerichte genießen.

„Ein saftiger Schweinebraten, Speck oder Leberkäse – all das ist jetzt Dank unserer Schmuh möglich“, so Professor Ali bin Ahmad, der die ganze Arbeit leitete. „Wir müssen nun nicht mehr neidisch auf die gut gefüllten Fleisch- und Wursttheken in den Kuffar-Ländern blicken, sondern können nun selbst entsprechende Nahrungsmittel herstellen und exportieren.“ Die erste Schmuh-Herde – Schmuh steht hierbei für ein Mischwort aus Schwein und Kuh – soll bereits bis Ende des Jahres in den arabischen Ställen stehen und sich vermehren.

„Wenn die Veganer ihr Schnitzel und ihren Hamburger essen können, warum sollen die Muslime nicht auch gute Wurst essen?“, fragt bin Ali, der einen deutschen Metzgermeister und einen französischen Koch zur Verarbeitung der bisherigen Fleischproben engagiert hat und auf die ganze Produktpalette verweist: „Wir bringen mehr Vielfalt auf die Teller!“

Aus dem saudi-arabischen Wirtschaftsministerium heißt es, man sei sehr erfreut über den wissenschaftlichen Fortschritt, da man so auch die Möglichkeit habe, die muslimische Welt „mit neuen kulinarischen Köstlichkeiten zu versorgen“, und das alles mit Halal-Zertifikat. Das wahhabitische Königreich werde so zu einem wichtigen Nahrungsmittelexporteur und könne so auch die Bemühungen von Kronprinz Mohammed bin Salman vorantreiben, die nationale Wirtschaft vom Öl unabhängiger zu machen und zu diversifizieren.

„Wir wollen mit Hilfe unserer Wissenschaftler bereits im Jahr 2020 ganze 10.000 Tonnen Schmuh-Fleisch verarbeiten, bis zum Jahr 2025 sollen es dann bereits 50.000 Tonnen jährlich sein“, so ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums zur Nachrichtenagentur fna. Ziel sei es, über kurz oder lang mindestens 250.000 Tonnen dieses Fleisches jährlich auf den Markt werfen zu können – ein Milliarden-Dollar-Geschäft.

Share this post

Post Comment