Stuttgart: Blumen-Verbot wegen zu hoher Pollenbelastung

Stuttgart: Blumen-Verbot wegen zu hoher Pollenbelastung

Nicht nur Diesel-Fahrzeugen soll es wegen der Feinstaubbelastung in den Städten an den Kragen gehen, in Stuttgart soll nun wegen der hohen Pollenbelastung ein Blumen-Verbot kommen. Man empfiehlt die Verlegung von Kunstrasen im eigenen Garten.

STUTTGART (fna) – Das hohe Pollenaufkommen wurde in der Landeshauptstadt Stuttgart sogar von den Feinstaub-Messstationen registriert, wie die „Stuttgarter Zeitung“ vermeldet. Am Neckar-Tor gab es demnach so extrem hohe Werte, dass man sich seitens der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) große Sorgen um die Gesundheit macht.

„Stuttgart ist aufgrund der Kessel-Lage ohnehin schon ein Problemfall in Sachen Feinstaub“, erklärt eine Sprecherin des Amtes, „doch auch in Sachen Pollenbelastung kann man hier nichts schönreden. Da muss gehandelt werden.“ Immerhin sorge schon der Feinstaub zu Asthma und Atembeschwerden, wenn dann auch noch die Pollen hinzukommen, könne dies unter Umständen gefährlich werden – nicht nur für Pollen-Allergiker.

Inzwischen denkt man in der baden-württembergischen Hauptstadt bereits über ein Blumen-Verbot nach. „Die Einwohner müssen ihre Rasen wegen der Gräser-Pollen immer möglichst auf maximal 28 Millimeter schneiden und die Blumengärten müssen wohl zubetoniert werden“, heißt es aus dem Rathaus. Auch werde man „nicht darum herumkommen, sämtliche Fichten und Blütensträucher zu entfernen“, wenn sich die Lage nicht bessert.“

„Anstatt mit den Kindern zu schimpfen, wenn sie am Straßenrand Blumen ausreißen, sollte man sie eigentlich loben“, so Michael Nägele vom Stuttgarter Pollen-Allergiker-Verband e.V. (SPAV e.V.). Wer etwas Farbe im Garten haben wolle, könne da auch Plastik-Blumen oder Graffitis hinpacken. In seinem Garten habe er bereits einen Kunstrasen verlegt, sowie diesen mit Plastik-Blumen und -Sträuchern verschönert. „Das ist nicht nur Allergiker-freundlich sondern spart sogar noch sehr viel Arbeit“, erklärt er.

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