Verdunkelungsgefahr: Audis dürfen nachts nicht mehr fahren

Verdunkelungsgefahr: Audis dürfen nachts nicht mehr fahren

Wegen des Abgasskandals wurde Audi-Chef Stadler in Untersuchungshaft genommen – es bestehe Verdunkelungsgefahr. Bis zur Aufklärung des Falles dürfen Audis nun nachts aus Sicherheitsgründen nicht mehr in Betrieb genommen werden.

INGOLSTADT (fna) – Dunkle Wolken schweben über der Audi-Zentrale in Ingolstadt. Nicht nur wegen der manipulierten Abgaswerte der aus dem VW-Konzern stammenden Fahrzeuge, sondern auch, weil der Chef des Unternehmens, Rupert Stadler, wegen „Verdunkelungsgefahr“ in Untersuchungshaft genommen wurde. Dies führte nun dazu, dass sich auch das Bundesverkehrsministerium einschaltete, welches in Deutschland für den öffentlichen, privaten und den Geschlechtsverkehr zuständig ist.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) teilte mit, dass „alle erforderlichen Maßnahmen“ ergriffen werden, um „die Verkehrssicherheit in Deutschland weiterhin zu gewährleisten.“ Man könne da nicht einfach wegsehen, erklärte er. „Stellen Sie sich vor, sie sind nachts unterwegs und plötzlich kommt Ihnen ein verdunkelter Audi entgegen!“, so Scheuer, „Das geht einfach gar nicht.“

Per Ministerialerlass wurde nun verfügt, dass „sämtliche Fahrzeuge der Marke Audi zwischen Sonnenunter- und -aufgang nicht mehr in Betrieb genommen werden dürfen.“ Als Ausnahmeregelung wurde jedoch beschlossen, dass die Fahrzeuge dann auch nachts bewegt werden dürfen, „wenn sie sich im Schritttempo bewegen und vor dem Gefährt eine Person mit einer Lampe läuft, die rotes Licht verbreitet.“ Damit, so hofft man, könnten Unfälle infolge von Verdunkelungen verhindert werden.

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