„Das Blutbad“ – Bundeswehr sucht mit neuer Web-Serie kriegsgeile Rekruten

„Das Blutbad“ – Bundeswehr sucht mit neuer Web-Serie kriegsgeile Rekruten

Mit einer neuen Web-Serie mit dem Titel „Das Blutbad“ unter Regie von Stephen Spielberg sucht die Bundeswehr kriegsgeile Rekruten, die sich Granatsplitter einfangen und von Islamisten foltern lassen wollen. Angeblich soll Till Schweiger die Hauptrolle spielen.

BERLIN (fna) – Nach dem überwältigenden Erfolg der bisherigen Web-Serien (unter anderem „Die Rekruten“) seit 2016 und der Lancierung der neuen Web-Serie „Die Springer“ über die Fallschirmspringer der Truppe plant das Bundesverteidigungsministerium von Ursula von der Leyen bereits eine neue dreiteilige Serie für Youtube und Facebook mit dem Titel „Das Blutbad“. Damit sollen vor allem kriegsgeile junge Männer angeworben werden, die sich in den Auslandseinsätzen von Granatsplittern und Tretminen verstümmeln oder von Heckenschützen erschießen lassen wollen.

„Wir sehen ein großes Potential für die Bundeswehr in der heutigen jungen Generation“, so ein Bundeswehr-Sprecher zur Nachrichtenagentur fna. Richteten sich die früheren Rekrutierungsstreifen vor allem an junge Patrioten, die ihr Leben in den Dienst von Wall Street und Rüstungsindustrie stellen wollen, so „soll die neue Web-Serie gezielt die Generation Call of Duty ansprechen.“ Diese jungen Männer hätten „ein Faible für echte Abenteuer in Blut und Dreck“, erklärte der Sprecher.

Man habe für die drei jeweils rund dreißigminütigen Streifen den US-amerikanischen Starregisseur Stephen Spielberg gewinnen können, heißt es aus dem Bundesverteidigungsministerium. „Herr Spielberg wird die Regie übernehmen und dafür sorgen, dass der Granatbeschuss, die herumfliegenden Körperteile und die aus den Bäuchen herausquellenden Eingeweide infolge von Folter durch afghanische Islamisten möglichst wirklichkeitsgetreu dargestellt werden“, betonte der Sprecher mit einem strahlen in den Augen. „Ich will ja nicht zu viel verraten, aber in der Startszene soll eine Gruppe deutscher Soldaten in Mali auf Patrouille gehen und dabei von einem Scharfschützen ins Visier genommen werden. Der erste Treffer mit dem großkalibrigen Gewehr wird einem Soldaten den halben Kopf zerfetzen und dessen Blut und Gehirn auf einige seiner Kameraden spritzen“, erklärt er weiter. „So etwas gab es als Rekrutierungsvideo noch nie!“

Insgesamt habe man mit fast 400 Millionen Euro an Produktionskosten für die drei Videos gerechnet, heißt es. „Die werden wir auch zu unseren Verteidigungsausgaben hinzurechnen, damit US-Präsident Trump zufrieden mit uns ist“, so der Sprecher dazu. Gerüchten, wonach Till Schweiger die Hauptrolle übernehmen soll, wollte man weder bestätigen noch dementieren. „Zur personellen Auswahl für die Streifen werden wir uns früh genug äußern.“

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