„Made in America“ – China reagiert auf Trumps Handelskrieg

„Made in America“ – China reagiert auf Trumps Handelskrieg

Seit heute gelten in den USA Strafzölle für viele chinesische Produkte. In Peking hat man sich schon darauf eingestellt, und produziert in der Sonderwirtschaftszone „America“ nun unter dem Label „Made in America“.

PEKING, WASHINGTON D.C. (fna) – In Chinas Handelsministerium tüftelte man herum, wie man Donald Trumps Importzölle für chinesische Waren umgehen kann. Der Sprecher des Ministeriums, Tschip Gud Yang, erklärte der Nachrichtenagentur fna, welche Maßnahmen man nun ergreift: „Da unsere Waren ‚Made in China‘ davon betroffen sind, haben wir uns entschlossen, in der Nähe von Kanton eine Sonderwirtschaftszone mit dem Namen ‚America‘ einzurichten. Dort produzierte Waren können dann auch mit dem Label ‚Made in America‘ in die Vereinigten Staaten exportiert werden.“ Die USA hätten ja keine Marken- oder Namensrechte an „America“, argumentiert man in Peking.

Tschip ist überzeugt davon, dass „wir so die ganzen unsinnigen Strafzölle umgehen können.“ Immerhin könne man in Peking ja nicht mitansehen, „wie Millionen patriotische Amerikaner teure in den USA hergestellte Flaggen kaufen müssen, wenn sie doch billige ‚Made in America‘ haben könnten.“ Man habe sogar schon eigene Modelabels für die patriotischen Amerikaner gegründet. „T-Shirts auf denen ‚Freie Waffen für freie Amerikaner!‘ und patriotische Motive zu sehen sind, verkaufen sich natürlich mit dem Hinweis ‚Made in America‘ besser“, erklärt er.

Im Handelsstreit mit der Europäischen Union soll eine Sonderwirtschaftszone mit dem Namen „Germany“ Abhilfe schaffen. „Die Europäer stehen ja auch voll auf deutsche Qualität und auf günstige Preise. Mit dem Label ‚Made in Germany‘ können wir zumindest niedrige Preise garantieren“, so Tschip dazu. Für das chinesische Handelsministerium sei dies die beste Möglichkeit, Handelskriege und wirtschaftliche Streitigkeiten zu verhindern und alle Seiten glücklich zu machen.

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