Pflegekräftemangel: Aktion „Früher sterben“ läuft an

Pflegekräftemangel: Aktion „Früher sterben“ läuft an

Mehrere Maßnahmen der Bundesregierung sollen dazu führen, dass sich der Pflegekräftemangel möglichst rasch relativiert. Dazu will man auch die Zahl der zu Pflegenden deutlich reduzieren.

BERLIN (fna) – Zigtausende Pflegekräfte fehlen in Deutschland, doch an rasche Abhilfe dieses Missstandes ist noch nicht zu denken. Bis zum Jahr 2030 soll laut der „Zeit“ die Personallücke bis zu 480.000 Personen betragen. „Rein mit der Umschulung von Flüchtlingen ist das nicht getan“, so ein Sprecher des Pflegekräfteverbandes APV zur Nachrichtenagentur fna, „Raketeningenieure dazu zu animieren, pflegebedürftigen Menschen den Hintern zu waschen ist leider sehr schwierig.“

Deshalb arbeiten das Bundesgesundheits- und das Bundessozialministerium bereits an einem umfangreichen Aktionsplan, um den Bedarf an Pflegekräften in den nächsten Jahren nicht so stark ansteigen zu lassen. Eine Sprecherin der gemeinsamen Arbeitsgruppe: „Zum Einen wollen wir die aktive und passive Sterbehilfe stark liberalisieren, zum Anderen mit der Aktion ‚Früher sterben‘ sowohl die Renten- als auch die Pflegekassen entlasten.“ Demnach sollen pflegebedürftige Menschen bereits mit 70 freiwillig aus dem Leben scheiden dürfen und deren Erben dafür 100.000 Euro an Abgeltung erhalten. „Das spart uns immer noch viel Geld und zudem brauchen wir dann nicht mehr so viele Menschen in der Altenpflege.“

Schlechte Bezahlung und harte Arbeitsbedingungen will man nicht als Ursache des Pflegekräftemangels ansehen. „Es gibt jetzt ja den flächendeckenden Mindestlohn der zudem auch noch erhöht wird“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium, „das reicht doch völlig aus um nicht aufstocken zu müssen.“ Auch im Sozialministerium will man diesbezüglich keine Probleme sehen: „Mit Hartz IV lebt man schlechter. Beschweren muss sich da niemand.“

Ersten Berechnungen zufolge soll das Programm ein Einsparpotential von bis zu 300.000 Pflegekräften und 30 Milliarden Euro pro Jahr mit sich bringen. „Es müssen nur genügend Pflegebedürftige an der Aktion ‚Früher sterben‘ teilnehmen, dann geht sich das locker aus“, so die Sprecherin der Arbeitsgruppe dazu. „Wir glauben, dass wir das locker umsetzen können.“

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4 thoughts on “Pflegekräftemangel: Aktion „Früher sterben“ läuft an

  1. Schon vor Jahren hatte doch eine Partei die Idee, dass man Rentnern das Überqueren der Straßen bei rot erlaubt – das war ein Schritt in die richtige Richtung!

    Und wenn das nicht genug ist, dann muss die Straßenverkehrsordnung eben dahingehend geändert werden, dass Rentner bei rot über die Straße gehen müssen!

    Damit würde nicht nur das Pflegeproblem gelöst sondern auch die Bilanz der Rentenversicherung in Ordnung gebracht.

    PS:
    Soylent Green läßt grüßen – das kommt dann als nächstes …

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    1. Ja, genau so ist es schon seit Jahren 🙂 . Und ja, in vielen Bereichen steuern wir auf „New York 1999“ (oder eben der Filmadaption Soylent Green) entgegen.

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