Trick: So können auch Sie Schulden machen wie die Großen

Trick: So können auch Sie Schulden machen wie die Großen

„Was Staaten können, kann ich auch“, dachte sich Marcel Stippke (28) aus Berlin und lebt nun in Saus und Braus auf Pump. Alte Kredite werden einfach mit neuen Krediten refinanziert. Ein Trick, der die Kreditaufnahme erleichtert.

BERLIN (red) – Marcel Stippke aus Berlin hat ausgesorgt. Trotz eines monatlichen Nettoeinkommens von lediglich rund 1.200 Euro verballert er jeden Monat um die 2.000 Euro. Der ehemalige Ökonomiestudent und nunmehrige Kellner orientiert sich hierbei an bekannten Vorbildern: den Staaten. „Man darf ja nicht blöd sein“, so der gebürtige Potsdamer. „Was Staaten können, kann ich auch. Also finanziere ich mir meinen Lebensstil eben weitestgehend auf Pump und refinanziere meine alten Schulden eben mit neuen Schulden.“

Laut Stippke muss man hierbei nur einige Regeln beachten. So rechnen beispielsweise Staaten und Kreditgeber grundsätzlich mit der gesamten Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt, BIP) als Basis für das Schuldenverhältnis. „Auf einen Arbeitnehmer umgelegt heißt das in meinem Fall, dass dieser jährlich etwa 25.000 Euro für mich ausgibt. Natürlich nimmt man die für die Berechnung der möglichen Kredithöhe her und nicht die rund 14.400 Euro, die tatsächlich netto in meiner Tasche landen“, erklärt er.

„Dann ist es wichtig, die Kreditraten immer pünktlich zu bezahlen“, so Stippke. „Wenn das Geld nicht reicht, holt man sich eben einen neuen Kredit und zahlt damit wieder andere Kreditraten ab.“ Das sei essentiell wichtig, um weiterhin kreditwürdig zu bleiben. „Immerhin achten die Banken ja sehr darauf, dass man immer brav die Kreditraten zurückzahlt.“ So konnte er seine gesamten Kredite von anfangs 5.000 Euro auf nunmehr über 50.000 Euro erhöhen und muss trotzdem keine Abstriche bei seinem Lebenswandel machen.

Er habe, so räumt er allerdings ein, auch sehr großes Glück, dass das Zinsniveau derzeit recht niedrig ist. „Das macht die ganze Sache natürlich sehr viel einfacher.“ Im Schnitt bezahlt Stippke dreieinhalb Prozent Zins im Jahr, was ja „fast geschenkt“ sei. Als nächstes plant er die Ausgabe von Anleihen, um nicht völlig auf die Banken angewiesen zu sein. „Mit Stückelungen in Höhe von 100 Euro und einer jährlichen Verzinsung von zwei Prozent kann ich den Investoren sogar eine bessere Rendite bieten als sie es auf dem Sparbuch erhalten“, sagt er. Dabei würde er aber auch billiger davonkommen als bei den Banken. „Das ist eine Win-Win-Situation.“

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