Trump: „Dann nehmen wir eben Mexiko und Kanada auf“

Trump: „Dann nehmen wir eben Mexiko und Kanada auf“

US-Präsident Donald Trump will zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Mit der Aufnahme von Mexiko und Kanada in die USA sollen die illegale Migration und die Außenhandelsprobleme reduziert werden. Es sollen die „Vereinigten Staaten von Nordamerika“ entstehen.

WASHINGTON (fna) – Die „America First“-Politik Donald Trumps verfestigt sich. „Kanada und Mexiko sind ja auch amerikanische Staaten“, erklärte er und schlug vor, die beiden Staaten in die USA zu integrieren. Dies würde die Vereinigten Staaten „more powerful“ machen. Zudem wolle er damit sowohl die Handelsbilanz verbessern, sowie das Problem der illegalen Migration in den Griff bekommen. „Immerhin bauen die Mexikaner ja auch eine Mauer im Süden, um die illegale Zuwanderung zu stoppen.“

Er werde mit Kanadas Premierminister Justin Trudeau und mit Mexikos neugewähltem Präsidenten Lopez Obrador ein Gipfeltreffen abhalten und mit ihnen einen Fahrplan für die Zusammenführung der drei Staaten ausarbeiten. Trudeau und Obrador hätten beim Telefongespräch äußerst positiv auf seine Vorschläge reagiert, erklärte der US-Präsident, der dann Englisch, Spanisch und Französisch zu den drei gleichberechtigten Amtssprachen auf Bundesebene machen möchte.

„Ich hatte sehr sehr gute Gespräche mit Trudeau und Obrador“, erklärte der US-Präsident, „das wird ein sehr guter Deal. Für uns alle.“ Beim Außenhandel, wo die USA jetzt insgesamt rund 100 Milliarden Dollar mehr an Gütern und Dienstleistungen aus Kanada und Mexiko importieren als exportieren, würde sich das Ganze für die neuen, größeren USA deutlich verbessern. Auch könnten die geplanten Mauern und Grenzzäune im Süden Mexikos deutlich günstiger gebaut und abgesichert werden. Davon würden auch alle profitieren, so der US-Präsident.

Trump hofft, dass bereits im nächsten Jahr Volksabstimmungen in den beiden Nachbarländern abgehalten werden können, die die Zusammenführung der drei Staaten zu den „Vereinigten Staaten von Nordamerika“ (United States of North America, USNA) möglichst noch vor dem Jahr 2020 abgeschlossen sein kann. „Ich bin angetreten um Amerika wieder groß zu machen“, erklärt Trump, „und so werden die Vereinigten Staaten größer sein als jemals zuvor.“

Die drei Staaten sind schon sein 1994 mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) miteinander verbunden. Zusammen haben sie knapp 21,6 Millionen Quadratkilometer Fläche, rund 490 Millionen Einwohner und eine Wirtschaftsleistung von 22,2 Billionen US-Dollar. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf läge im Schnitt bei 45.300 US-Dollar.

Bild: Flickr / Gage Skidmore CC BY-SA 2.0

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