Wählerschwund: SPD kauft Grüne auf

Wählerschwund: SPD kauft Grüne auf

Weil der SPD die Wähler in Scharen davonlaufen, werden nun die Grünen aufgekauft. „So sind wir stärker als die Union“, erklärt Parteichefin Andrea Nahles. Der Name der neuen Partei: „SPD – Die Grünen“.

BERLIN (fna) Während die Union in den jüngsten Umfragen weiterhin bei 29 bis 31 Prozent herumgammelt, kann die SPD derzeit mit nur 17 bis 20 Prozent der Stimmen rechnen. Für die langjährige Kanzlerpartei mit dem Anspruch Deutschland führen zu wollen, ist dies schlecht. Doch die Parteistrategen haben eine Lösung für das Problem gefunden: Die Sozialdemokraten kaufen einfach die Grünen auf, nennen die fusionierte Partei „SPD – Die Grünen“ und können so mit den zusätzlichen 12 bis 14 Prozent unter Umständen CDU und CSU sogar überholen, zumindest jedoch gleichziehen.

„Wir haben unter Schröder und Fischer schon bewiesen, dass SPD und Grüne gut zusammenpassen“, so Parteichefin Andrea Nahles zu Nachrichtenagentur fna, „deshalb hat der Parteivorstand beschlossen, die Grünen aufzukaufen und so die SPD wieder stark zu machen.“ Immerhin befänden sich die Grünen auch auf Wachstumskurs, während die Sozialdemokraten immer noch im Tief stagnieren. Im Bundestag wird die neue Partei damit zusammen 220 Sitze haben und damit sogar mehr als die CDU alleine (200 Sitze) haben. Obwohl keine offiziellen Zahlen genannt werden, soll sich die SPD den Coup insgesamt mehr als 750 Millionen Euro kosten lassen haben.

Bei den Grünen sieht man das Ganze mit etwas gemischten Gefühlen, freut sich aber auch darauf, trotz allem doch noch in die Bundesregierung zu kommen. „Wir müssen nun auch über die Verteilung der Ministerposten sprechen“, so Anton Hofreiter. Immerhin verliere beispielsweise Claudia Roth dadurch ihren Posten als Bundestags-Vizepräsidentin. „Da muss ein Ministerposten für sie drin sein.“ Kathrin Göring-Eckardt fordert angesichts der Übernahme durch die SPD Handlungsbedarf bei der Neuformierung der Parteispitze. „Da müssen wir uns die nächsten Wochen über zusammensetzen und die Basis miteinbeziehen.“ Innerhalb von drei Monaten nach der Übernahme sollen nämlich auf allen politischen Ebenen – von den Kommunen bis hoch zum EU-Parlament – die ganzen Parteivorstände neu gewählt werden.

Auch bei den Landesregierungen wird sich infolge des Kaufs der Grünen durch die SPD einiges ändern müssen. So stehen dadurch beispielsweise die schwarz-grünen Regierungen in Baden-Württemberg und Hessen auf der Kippe, auch die „Schwampel“ in Schleswig-Holstein könnte dadurch ein Ende finden. „Wir werden da noch Lösungen finden müssen“, so Nahles dazu, „wobei ich mir sicher bin, dass wir dies schaffen.“

Share this post

Post Comment