Klimawandel: Auf Hitze folgen Schnee und Frost

Klimawandel: Auf Hitze folgen Schnee und Frost

Zuerst Temperaturen weit über dreißig Grad und bereits in rund zwei Wochen soll es Minusgrade haben und in höheren Lagen sogar bis zu einen Meter Schnee. Der Klimawandel hat Europa fest im Griff.

BERLIN (fna) – Eben erst noch fast zu Tode geschwitzt und bald schon mit Glühwein und heißem Tee bibbern. Denn laut dem NASA-Meteorologen John Franklin braut sich in der Arktis gerade ein starkes Tiefdruckgebiet auf, welches sich auf direktem Weg nach Süden machen wird – mit frostigen Temperaturen unter Null und viel Schneefall.

„Der Klimawandel sorgt dafür, dass die Wetterextreme zunehmen“, so der Meteorologe zur Nachrichtenagentur fna. „Nach der diesjährigen Rekord-Sommerhitze wird in rund zwei Wochen das nächste Extremwetter kommen.“ Angesichts der bisherigen Rohdaten geht Franklin davon aus, dass faktisch ganz Mitteleuropa für mindestens drei Wochen ein spätsommerliches Winterchaos erwartet. „Das wird heftig“, so Franklin.

„In Lagen über 600 Metern Seehöhe erwarten wir mindestens einen Meter Neuschnee, aber selbst in den Niederungen wird es weiß“, erklärt er. Vor allem jedoch müssten sich die Deutschen nun darauf einstellen, dass nach dem arktischen Kältetief erneut ein afrikanisches Sommerhoch nach Norden drängt und auch dem September einen Hitzerekord verpasst. „Wir erwarten auch dort Temperaturen weit über dreißig Grad Celsius“, erklärt er.

Auf die Frage, ob man wenigstens mit weißen Weihnachten rechnen könne, sagt Franklin, dass es derzeit nicht so aussehe. „Weiße Weihnachten wird man in weiten Teilen Deutschlands bei wahrscheinlich um die 25 Grad Celsius nicht feiern können, außer man zieht sich ein paar Lines rein“, so der Meteorologe.

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