Papst droht Irland mit Exkommunikation

Papst droht Irland mit Exkommunikation

Nach dem kühlen Empfang in Irland droht der Papst dem einst katholischten Land Europas mit der Exkommunikation. „Ihr könnt ein paar Kinder nicht über die Kirche stellen“, so der Pontifex Maximus.

DUBLIN, ROM (fna) – Einst galt Irland als das katholischte Land Europas und beinahe das ganze Land bejubelte den Papst bei seinem Besuch. Doch Franziskus sah sich nun vor allem mit Ablehnung und Unmut der streitbaren Inselbewohner konfrontiert. Vor allem der systematische Kindesmissbrauch durch Kirchenvertreter, Zwangsadoptionen und die ständige Vertuschung durch die Amtskirche sorgen dafür, dass die Katholische Kirche immer mehr Mitglieder verliert.

Papst Franziskus ist über den Abfall seiner Schäfchen jedoch nicht sehr erfreut. „Auch wenn die Männer und Frauen Gottes in den letzten Jahrzehnten Tausende Kinder vergewaltigten, quälten und misshandelten, so darf man nicht vergessen, dass Gott uns alle liebt“, erklärte der Papst gegenüber der Nachrichtenagentur fna. „Außer natürlich jene, die nicht im Namen Gottes Unzucht treiben und sich von der Heiligen Römisch-Katholischen Kirche lossagen.“ Häretiker könne man seitens der Kirche nicht dulden. „Ihr könnt ein paar Kinder nicht über die Kirche stellen“, beklagt sich der Papst, denn spätestens nach ihrem Tod sei ihnen ein Platz im Himmelreich gewiss.

Anstatt die „integren Männer und Frauen im Dienste der Kirche“ anzuklagen und zu verurteilen, die „nur das Beste für ihre Schutzbefohlenen“ im Sinne gehabt hätten, solle man so handeln wie Gott es tue. „Wer sündigt, bereut und beichtet, dem wird Gott vergeben“, erklärte der Papst. Deshalb habe er auch den kürzlich abgetretenen US-amerikanischen Kardinal Theodore McCarrick rehabilitiert, obwohl er vom systematischen Missbrauch in dessen Kirche in Pennsylvania wusste und bereits von Papst Benedikt XVI. zu einem Leben in „Gebet und Buße“ verurteilt wurde. Auch dass die kirchliche Führung im Vatikan seit dem Jahr 2000 davon wusste, dass der Kardinal regelmäßig Seminaristen in sein Bett einlud und sich dort homosexuellen Tätigkeiten hingab, sei kein Fehler. „Immerhin bin ich der Papst und genauso wie meine Vorgänger entscheide ich als Gottes Stellvertreter auf Erden darüber, was bestraft wird und was nicht.“

Franziskus fordert die Iren deshalb dazu auf, „die ganze Geschichte zu vergessen und Gras über die Sache wachsen zu lassen.“ Sollten sie sich jedoch weigern, überlege er sich, die heilige Inquisition wiederzubeleben und „das ganze irische Volk zu exkommunizieren, auf dass ihre Seelen ewiglich im Fegefeuer schmoren und sich der Teufel an ihnen genüsslich vergehe.“ Er frage sich, wie es weltliche Regierungen und die weltliche Justiz sich anmaßen könnten, „die Heilige Katholische Kirche dermaßen in den Schmutz zu ziehen“ und deren Vertreter zu maßregeln. Zudem habe der Vatikan in den letzten Jahrhunderten nicht „Unmengen an Reichtümern angehäuft, um diese wegen ein paar Fehltritten von Kirchenvertretern an gierige Schafe zu verteilen.“

Artikelbild: Youtube

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2 thoughts on “Papst droht Irland mit Exkommunikation

  1. Wenn es nicht ein so ernstes und trauriges Thema wäre, dann würde ich herzlich darüber lachen!
    Die Heuchelei der Kirche ist schon extrem!

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