Philippinische Gentechniker kreieren Hühner-Baum

Philippinische Gentechniker kreieren Hühner-Baum

Die Hühnerzucht erlebt derzeit eine Revolution. Dank der Gentechnik wachsen sie auf den Philippinen inzwischen sogar auf Bäumen.

MANILA (fna) – Philippinische Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, Hühner zu züchten. Sie pflanzten genmanipulierte Hühnereier in die Erde und zogen so Bäume heran, auf denen Hühner wuchsen. „Wir haben spezielle Gene verschiedener Früchte tragender Bäume genommen und in unterschiedlichen Testreihen in Hühnereier gepflanzt“, so Professor Heriberto Garcia von der Atheneo de Manila Universität. „Die Ergebnisse haben uns sehr überrascht.“

So seien die Bäume zwar wie sonst üblich gewachsen, doch anstelle der Früchte trugen diese nun Eier. „Aus diesen Eiern schlüpften dann Küken die innerhalb von nur 28 bis 32 Tagen zu erntereifen Hühnern heranreiften“, so der Studienleiter zur Nachrichtenagentur fna. Man müsse den weiblichen Baumhühnern allerdings Netze umbinden, da diese im Schnitt 5 bis 6 Eier pro Woche legen würden.

Ein philippinischer Hühner-Baum.

„Die Eier schmecken wie normale Hühnereier, doch wenn man sie im Erdreich eingräbt wachsen auch aus ihnen neue Hühnerbäume heran“, so Professor Garcia weiter. „Das revolutioniert die Landwirtschaft enorm“, erklärt er. Immerhin würden die Bäume die Hühner mit Nahrung versorgen, so dass die Fütterung wegfällt, und die Eier bzw. das Hühnerfleisch so deutlich billiger produziert werden können. „Selbst Veganer können so bedenkenlos Hühnchen und Ei essen.“

Das Forscherteam um Professor Garcia will nun weiter daran arbeiten und so dazu beitragen, die Mangelernährung in vielen Teilen des südostasiatischen Inselstaates zu bekämpfen. „Wir haben uns schon überlegt, ob wir auf diese Art und Weise nicht auch Schweine auf Bäumen züchten können“, sinniert er. „Allerdings brauchen wir dafür wohl Baumarten mit starken Ästen, die auch fünfzig bis siebzig Kilogramm tragen können.“

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