Urlaub in Sachsen: „Endlich mal braun werden“

Urlaub in Sachsen: „Endlich mal braun werden“

Familie Hübner verbrachte den Sommerurlaub bislang immer in Niedersachsen. Das soll sich ändern. „Nächstes Jahr fahren wir nach Sachsen, da werden wir endlich braun statt rot.“

ULM (fna) – Seit vielen Jahren fährt Familie Hübner aus Ulm nach Niedersachsen an die Nordsee um dort den Sommerurlaub am Meer zu verbringen. Doch im nächsten Jahr wollen die Hübners zum ersten Mal den Urlaubsort ändern, weil sie einfach nicht mehr zufrieden sind.

„Ach, seit mehr als zwanzig Jahren fahren wir nun schon jeden Sommer an die Nordsee“, erklärt Vater Josef Hübner (57) der Nachrichtenagentur fna. „Es ist ja auch schön dort, nur jedes Mal kommen wir rot zurück.“ Im schwarzen Bayern sei dies schon ein Sakrileg. „Wir werden bei der Rückkehr immer wieder schräg angesehen“, bestätigt seine Frau Franziska (52) die Situation. „Da haben wir uns überlegt, ob wir nicht einmal woanders Urlaub machen sollen.“

Die Wahl fiel dabei auf Sachsen. „Nachdem es in den Medien immer heißt, dort würde so viel ‚braunes Pack‘ leben, wollen wir im kommenden Jahr unseren dreiwöchigen Sommerurlaub einmal in Sachsen verbringen“, so der Vater. Man könne dort sogar ohne Sonne braun werden, freut er sich. „Da werden unsere Nachbarn sicher staunen.“ Er glaubt, dass dort die Sonneneinstrahlung einfach auch anders ist.

Sohn Heiko (26) findet das toll. Der blonde Informatik-Student wird wegen seiner „Kellerbräune“ von den Mädels immer ausgelacht. „Die Frauen stehen eben mehr auf gut gebräunte Typen“, erklärt er. „Deshalb werde ich meine Eltern auch im nächsten Jahr begleiten und hoffe, dass ich danach auch für die Resi interessant bin.“

Die Familie hat sich inzwischen bereits einen Reiseführer für Sachsen gekauft, und hofft mit Tipps wie Badehandtücher im Reichskriegsflaggen-Design und Thor-Steinar-Kleidung dort besonders freundlich aufgenommen zu werden. „Wir haben gehört, dass die Menschen da gegenüber Fremden etwas reserviert sind, weshalb wir uns ja auch gut vorbereiten wollen“, erklärt Franziska Hübner, die bereits einen sechsmonatigen Sächsisch-Sprachkurs gebucht hat, „damit ich mich mit den Einheimischen auch verständigen kann.“

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2 thoughts on “Urlaub in Sachsen: „Endlich mal braun werden“

  1. Vielleicht sollte man mit den Wilden dort Verträge machen. Über Schutzzonen, Reservate und so. Dann gibt es bald keine Sachsen mehr, und das Sprachproblem hätte sich erledigt.

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  2. Berggeist Rübezahl · Edit

    Biste braun, kriegste Fraun 😉

    Übrigens die Familie verhält sich mutergültig und assimiliert sich sogar im Urlaub!

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