Kanzler-Aspirant Spahn plant Charme-Offensive

Kanzler-Aspirant Spahn plant Charme-Offensive

Gesundheitsminister Jens Spahn ist als Merkel-Nachfolger im Gespräch. Doch für diesen Posten braucht er höhere Beliebtheitswerte, für die er schon an einer Charme-Offesive arbeitet.

BERLIN (fna) – Jens Spahn weiß, dass ihn zwar die meisten Menschen in Deutschland kennen, aber nicht wirklich besonders sympathisch finden. Zumindest schreibt dies sein Biographie-Autor Michael Bröcker, der Chefredakteur der „Rheinischen Post“. Damit will sich der Aspirant auf den CDU-Vorsitz und das Amt des Bundeskanzlers jedoch nicht abfinden.

„Um Bundeskanzler zu werden, muss man die Menschen für sich begeistern“, so Spahn zur Nachrichtenagentur fna. Doch das gelinge nur, wenn man sich im Vorfeld profiliere und von den Bürgern ernstgenommen werde. „Die Menschen müssen sehen, dass ich die beste Wahl für dieses Amt bin“, erklärt er, „weshalb ich mich nicht nur um meinen Job als Gesundheitsminister kümmere, sondern mich auch in sämtliche anderen politischen Bereiche einmische.“ Damit wolle er „sachpolitische Kompetenz in sämtlichen Politikfeldern zeigen.“

Gerade in seiner Funktion als Bundesgesundheitsminister könne er so auch viele Pluspunkte sammeln. „Wenn beispielsweise rund 600 kleinere Kliniken keine Notfallversorgung mehr anbieten und die Menschen in die großen Krankenhäuser gebracht werden müssen, ist das beispielsweise ein sehr positiver Schritt“, so Spahn zur Nachrichtenagentur fna. „Die längeren Anfahrtswege werden dann durch mehr Spezialisten in den Zentren wieder wett gemacht.“ Auch sein Vorstoß, tausende neue Stellen im Pflegebereich zu schaffen, komme gut an. „Da werde ich aber noch viel mehr positive Veränderungen durchsetzen müssen.“

So zum Beispiel auch Mehrstunden für die Pflegekräfte. „Wenn diese vier bis sechs Stunden pro Woche mehr arbeiten, reduzieren wir nicht nur den Pflegekräftemangel, die Pflegerinnen und Pfleger erhalten so auch noch ein besseres Gehalt“, erklärte er der Nachrichtenagentur fna. Dies sei doch schon staatsmännisch gedacht. „Ähnlich könnten wir mit den Polizisten und Lehrern verfahren, auch diese können ja einfach mehr arbeiten und so die Personallücken ausgleichen.“ Damit könne er „sicher viele Pluspunkte bei der Bevölkerung sammeln.“

Bild: José Cruz/Agência Brasil CC BY 3.0 BR

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