Todesstrafe: Saudi-Grafikstudent masturbierte Bildnisse Mohammeds

Todesstrafe: Saudi-Grafikstudent masturbierte Bildnisse Mohammeds

Ein 21-jähriger Saudi wurde zum Tode verurteilt, weil er ein anti-islamisches Verhalten zeigte, Blasphemie und Götzendienst betrieben habe. Er masturbierte künstlerische Erotik-Bildnisse Mohammeds.

RIADH (fna) – Der frühere Student für Grafikdesign an der König Saud Universität, Ali bin-Rashid al-Hambra (21), wurde vom Scharia-Gericht in der saudi-arabischen Hauptstadt Riadh wegen anti-islamischem Verhalten, Blasphemie und Götzendienst zum Tode verurteilt. Die Anklage warf ihm vor, mittels Masturbation erotische Bilder des Propheten Mohammed gezeichnet zu haben.

So soll der 21-Jährige den Propheten in verschiedenen erotischen Positionen gezeichnet haben und auch beim Sex mit Menschen, Tieren und Haushaltsgeräten wie einem Toaster und einem Staubsauger. Wie ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur fna mitteilte, stellte der Verurteilte den Propheten dar, „wie er von einem Kamel anal penetriert wurde, während er an sich selbst Oralsex praktizierte“. Dabei habe Allah vom Himmel aus lächelnd zugesehen.

Jennifer Tally, Sprecherin der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch teilte der fna mit: „Jegliche Darstellung des Propheten Mohammed in autoerotischen, homosexuellen oder sodomistischen Situationen wird vom islamischen Klerus klar als Götzendienst und Blasphemie verdammt und muss mit dem Tode bestraft werden.“

Ali bin-Rashid al-Hambra selbst gab nach seiner Verhaftung durch die Sittenpolizei an, er sei geistig krank und behauptete vergeblich, dass er zudem betrunken und bekifft gewesen sei, als er die Darstellungen machte. Für die saudi-arabischen Behörden gilt dies nicht als Entschuldigung. „Selbst mit drei Promille Alkohol im Blut und nach drei Crackpfeifen im Hirn käme ich nicht auf die Idee, den Propheten so zu beleidigen“, schalt ihn der oberste Scharia-Richter, bevor er den Studenten zum Tode durch Enthauptung verurteilte.

Obwohl der Götzendienst nach der Scharia verboten ist, wurde er in den vergangenen 50 Jahren selten mit dem Todesurteil bestraft. Die letzte ähnliche Verurteilung fand 1983 statt, als ein Mann enthauptet wurde, nachdem er ein Porträt des Propheten Mohammed auf seinen eigenen Penis tätowiert hatte, um so unehelichen Geschlechtsverkehr mit mehreren Frauen im Land zu rechtfertigen.

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