Dieselautos: In Osteuropa richten sie keinen Schaden an

Dieselautos: In Osteuropa richten sie keinen Schaden an

Gebrauchte deutsche Dieselfahrzeuge sollen im großen Stil nach Osteuropa verkauft werden, da es dort keine Fahrverbote und keine Grünen gibt, sowie die Luft in den Städten viel besser ist.

BERLIN, WARSCHAU (fna) – Nachdem Deutschland das einzige Land in Europa mit Fahrverboten für Dieselfahrzeuge ist und diese in immer mehr Städten eingeführt werden, will man immer mehr gebrauchte Dieselfahrzeuge nach Osteuropa verkaufen und so den totalen Preisverfall verhindern.

„Deutschland hat eine sehr schlechte Luftqualität“, so der Präsident des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDDA), Björn Maschke, zur Nachrichtenagentur fna, weil auch politisch „dicke Luft“ herrsche. „Um das zu ändern, kaufen unsere Mitglieder ältere Dieselautos mittels Umtauschprämien von den Besitzern zurück und verkaufen diese nun nach Osteuropa.“ Dies sei eine hervorragende Sache. Auch an den Export nach Afrika habe man bereits nachgedacht, zumal es „dort noch einen großen Nachholbedarf an individueller Mobilität gibt.“

Man müsse auch sehen, „dass die Luft in Osteuropa deutlich besser ist als in Deutschland“, erklärt Maschke weiter. „Unsere älteren Dieselmodelle können dort bedenkenlos herumfahren, ohne dass die Politik dort mit völlig überzogenen Grenzwerten um sich wirft.“ Dies liege auch daran, dass „die Grünen dort als Partei kaum präsent sind, weshalb die Verkehrspolitik im Osten auch viel vernünftiger ist.“

Bislang habe man Vertragshändler in Polen, Rumänien, Tschechien und den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen gefunden, die großes Interesse an der Übernahme älterer deutscher Dieselfahrzeuge hätten. „Wir haben dort durch ‚unabhängige‘ Institute die Luftqualität in den Städten messen lassen und die Berichte an die jeweiligen Regierungen weitergeleitet, damit es bei der Zulassung keine Probleme gibt“, erklärt Maschke mit einem Augenzwinkern weiter. Nun hoffe man, im Laufe der nächsten 24 Monate „mindestens fünf Millionen“ dieser älteren Dieselmodelle dorthin exportieren zu können „und so der individuellen Mobilität in diesen Ländern mit günstigen Fahrzeugen Vorschub zu leisten.“

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2 thoughts on “Dieselautos: In Osteuropa richten sie keinen Schaden an

  1. Berggeist Rübezahl · Edit

    Die Osteuropäer haben ohnehin mehr Improvisationstalent, um mit der Feinstaubbelastung der Diesel umzugehen. Der Russe etwa wird zum desinfizieren des Diesels dem Treibstoff etwas Wodka zufügen, der High-Tech Rumäne eine alte Damenstrumpfhose oder ein Taschentuch um den Auspuff binden und der Pole wird sich grenznah einen Ad Blue-Kit besorgen.

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  2. Hier in Ungarn wäre sicher auch viele Leute dankbar -dann würde das Durchschnittsalter der Autos von 14,5 Jahren deutlich gesenkt.
    Der angenehme Diesel-Duft könnte auch zur Neutralisierung des 2-Takt-Aromas der hier noch rum fahrenden Trabis und Wartburgs beitragen …

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