Von der Leyen: Aufrüstung für die Sicherung der Zukunft

Von der Leyen: Aufrüstung für die Sicherung der Zukunft

Eine gut ausgerüstete europäische Armee könnte „robust“ in Konflikte eingreifen und die geopolitischen Interessen Europas sichern, so Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Auch Deutschland, Italien und Spanien sollten Atombomben besitzen.

BERLIN, BRÜSSEL (fna) – Ursula von der Leyen befürwortet die Schaffung einer europäischen Armee, die auch in der Lage ist, robust in internationale Konflikte einzugreifen und – wie auch die Vereinigten Staaten von Amerika – selbst militärische Aktionen zum Schutz eigener geopolitischer Interessen durchzuführen. „Europa braucht eine eigene starke Armee zum eigenen Schutz und zur Durchsetzung eigener Interessen“, so die CDU-Politikerin dazu zur Nachrichtenagentur fna.

„Die NATO hat zwei Standbeine: die USA und Europa. Doch das europäische Standbein lahmt, weil wir zu wenig für unsere Wehrfähigkeit ausgeben“, erklärte sie, „Deshalb müssen wir dort ansetzen. Vier Prozent der Wirtschaftsleistung für Rüstung und Verteidigung müssen unser Ziel sein.“ Für Deutschland hieße dies, das Verteidigungsbudget bis zum Jahr 2030 auf rund 150 bis 160 Milliarden Euro zu erhöhen.

„Damit können wir uns auch eigene Atomwaffen leisten, genauso wie auch Italien oder Spanien sich eigene nukleare Kapazitäten zulegen sollten“, so von der Leyen weiter. „Wenn wir unseren Kontinent schützen wollen, dürfen wir uns nicht auf die USA, Großbritannien oder Frankreich verlassen, sondern selbst etwas dafür tun.“

Man dürfe auch die geostrategischen Interessen Europas nicht vergessen. „Wir sind ein kleiner Kontinent, arm an natürlichen Ressourcen“, erklärte sie, „Wir brauchen eine entsprechende Sicherheit zur Versorgung unserer Länder mit wichtigen Rohstoffen. Eine gemeinsame europäische Armee kann dieses für unseren Kontinent wichtige Anliegen sichern.“ Eine Million Mann unter Waffen, sowie technologisch hochwertiges Kriegsgerät seien dafür „notwendig“.

Bild: Flickr / Arno Mikkor (EU2017EE) CC BY 2.0

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