AOK-Chef: „Wer todkrank ist, fährt auch mal weiter“

AOK-Chef: „Wer todkrank ist, fährt auch mal weiter“

Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes fordert die Schließung eines Viertels der Kliniken ein. „Wer todkrank ist, fährt auch mal weiter zu einem Spezialisten“, so Litsch.

BERLIN (fna) – Nach seiner Aussage gegenüber der Satire-Zeitung „Bild“, wonach es in Deutschland „zu viele Krankenhäuser, zu viele Betten, zu wenig Spezialisierung“ gebe und man jede vierte Klinik schließen könne, konkretisiert Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, seine Forderungen an die Politik gegenüber der Nachrichtenagentur fna.

„Wie ich schon der ‚Bild‘ sagte, muss Bundesgesundheitsminister Jens Spahn endlich handeln“, so Litsch. „Wer todkrank ist, fährt auch mal weiter zu einem Spezialisten.“ Heutzutage seien „selbst 500 Kilometer Fahrt kein Problem mehr“. Man müsse eben auch die Mobiliät der Menschen berücksichtigen.

„Es reicht eigentlich, wenn wir vor allem in den Ballungszentren gut ausgestattete Krankenhäuser haben und dort auch entsprechende Fachärzte sammeln“, erklärte der AOK-Chef weiter. „Jene die am Land leben, können dann Video-Sprechstunden mit ihren Ärzten abhalten und sich so von ihnen beraten lassen.“ Extra hinfahren zu müssen sei „antiquiert“, immerhin würden „viele Menschen auch so schon Dr. Google zur Diagnose befragen, so dass dies schon eine massive Aufwertung ist.“

„Im Idealfall befragen die Patienten erst einmal Google zu den Symptomen und woran sie unter Umständen leiden, dann können sie auch die jeweiligen Fachärzte per Videoanruf kontaktieren und sich weiteren Rat einholen“, betonte er. Dann entscheide sich ohnehin, „ob es sich lohnt, die paar hundert Kilometer zur nächsten Fachklinik zu fahren oder nicht.“

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