Bald Pflicht: Tiergerechte Sprache

Bald Pflicht: Tiergerechte Sprache

Die deutsche Sprache soll nicht nur gendergerecht, sondern auch tiergerecht werden. Bald schon kommen Neuerungen, die man in den Schulen dann lehrt. Auch mit Veranstaltungen will man die Menschen sensibilisieren.

BERLIN (fna) – In Zusammenarbeit haben die Tierschutzorganisation PETA, die Grünen, die „Deutsche Veganer-Organisation“ und die Duden-Redaktion beschlossen, die deutsche Sprache nach der Gendergerechtigkeit auch tiergerecht zu gestalten. Beschimpfungen wie „dumme Kuh“, „fetter Elefant“, „ein Arsch wie ein Pferd“ oder „blödes Schwein“, sowie Begriffe wie „vögeln“ und „spinnen“ sollen künftig in der deutschen Sprache nicht mehr verwendet werden, weil dies die Tiere in ein schlechtes Licht rückt. Entsprechende Neuerungen werden bereits für das neue Schuljahr vorbereitet.

„Nachdem es erste Erfolge in Sachen geschlechtergerechte Sprache gibt, soll das Deutsche nun auch tiergerecht werden“, so die Sprecherin des „Aktionsbündnis tiergerechte deutsche Sprache“, Frieda Döselmann zur Nachrichtenagentur fna. Dazu hat das breite Bündnis aus Politik und Zivilgesellschaft eine Broschüre erstellt und neue Leitlinien für die Schulen ausgearbeitet. „Die sprachliche Benachteiligung von Tieren muss ein Ende haben“, fordert sie.

Künftig dürfen Tiere nur noch in positivem Sinne in Sätzen vorkommen. „Begriffe wie ‚Schmetterlinge im Bauch haben‘, ‚treu wie ein Hund sein‘ oder ‚Beine wie eine Gazelle‘ dürfen natürlich weiterhin verwendet werden“, beschwichtigte sie Bedenken, dass die deutsche Sprache durch diese Neuerungen ärmer werde. Man könne ja auch neue, positive, Konnotationen herstellen, „wie zum Beispiel ’schön wie ein Nachtfalter bei Neumond'“ seien durchaus noch möglich.

„Wir wollen die Menschen mit umfangreichen öffentlichen Aktionen für eine tiergerechte Sprache sensibilisieren und bundesweit Aktionstage, Infoveranstaltungen und Sprachkurse anbieten“, so Döselmann weiter. Das Bildungsministerium will dafür insgesamt 300 Millionen Euro als finanzielle Unterstützung bereitstellen, so ein Ministeriumssprecher auf Anfrage des „Berliner Express“. Man hoffe, „damit ein neues Bewusstsein für eine gerechte Sprache zu schaffen.“

Bild: Flickr / Infopark AG CC BY-ND 2.0

Share this post

3 thoughts on “Bald Pflicht: Tiergerechte Sprache

  1. Berggeist Rübezahl · Edit

    Kann man nicht einfach statt wehrlosen Tieren dummbratzig-besserwisserische GrünnInnen nehmen?

    Ich denke hier an das Gesäß von Hüpfburg Claudia statt „ein Arsch wie ein Pferd“ oder das Wort spinnen z. B. durch „baerböcken“ für geistigen Dünnschiss ersetzen. Statt „ich bin spitz wie Nachbars Lumpi“ könnte man sagen, „ich bin spitz wie Beck“. Oder statt „ich bin besoffen wie zehn Ackergäule“ wäre „ich bin blau wie zehn Kässmanns am Steuer“.

    Reply

Post Comment