Liberale Muslime schaffen Todesstrafe ab

Liberale Muslime schaffen Todesstrafe ab

Die liberalen Muslime in Deutschland wollen den Islam reformieren. Als Teil dieser Erneuerungen soll auch die im Koran für dutzende Verbrechen vorgesehene Todesstrafe abgeschafft werden. Auch sonst gibt es umfassende Neuerungen.

KÖLN (fna) – Die „Liberale islamische Gemeinschaft in Deutschland“ (LIGD) will einen „modernen deutschen Islam“ schaffen. Ali Közguz, der LIGD-Vorsitzende und dessen Co-Vorsitzende Aisah al-Jabari haben deshalb einen „der modernen Zeit angepassten Koran“ präsentiert, in dem es einige gravierende Änderungen gibt.

Demnach soll die für viele Verbrechen (wie dem Abfall vom Glauben, Vergewaltigung, Mord, Verrat, dem Fernbleiben vom Gebet, Blasphemie, Homosexualität, mehrfaches trinken von Alkohol usw.) im heiligen Buch der Muslime vorgesehene Todesstrafe durch 100 Peitschenhiebe ersetzt werden. Auch bei der Vielehe soll es eine Änderung geben: Nicht nur Männer sondern ebenso Frauen soll es künftig erlaubt sein, mehrere Ehegatten zu haben. Ebenso soll die Ehelichung von Ziegen, Eseln, Kamelen und Kühen erlaubt sein, Schweine bleiben allerdings weiterhin Tabu, so heißt es in einer jüngst publizierten Zusammenfassung.

„Wir wollen den Islam auch für die Deutschen öffnen“, so Közguz zur Nachrichtenagentur fna. „Die strikten Regeln haben allerdings bislang dafür gesorgt, dass sich viele Deutsche der Hinwendung an Allah verweigert haben.“ Auch deshalb werde man den Verzehr von Schweinefleisch tolerieren, genauso wie den Konsum von Alkohol und Drogen. „Wir wissen doch, dass dies zur deutschen Kultur gehört, weshalb ein moderner deutscher Islam dies berücksichtigen muss.“

Aisah al-Jabari betont, dass „die Frauen nicht mehr dazu gezwungen sein werden, sich züchtig zu verhüllen. Bikini statt Burkini darf durchaus sein.“ Allerdings räumt sie ein, dass dies „trotzdem nicht wünschenswert ist.“ Neben männlichen Imamen soll es auch weibliche geben, „da Frauen dieses religiöse Amt genauso ausfüllen können wie Männer“, erklärt sie. Die Pastorinnen der protestantischen Kirchen würden dies zeigen. „Auch werden bei uns beide Geschlechter zusammen beten und nicht wie sonst üblich räumlich getrennt.“

Zusammen mit Fördermitteln des Bundes und mit Unterstützung der Grünen und der Linkspartei werde man bereits im nächsten Jahr bundesweit mindestens 30 Moscheen der liberalen muslimischen Gemeinde eröffnen. „Egal ob Sunnit oder Schiit, jeder Muslim der unsere liberalen und weltoffenen Ansichten teilt und Allah liebt ist bei uns willkommen“, so Közguz. „Unser Dschihad ist jener der Liebe und Toleranz.“

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