Wirtschaftsministerium wirbt pakistanische Fachkräfte an

Wirtschaftsministerium wirbt pakistanische Fachkräfte an

Das pakistanische Außenministerium wirbt um Fachkräfte für Deutschland. Hunderttausende junge Pakistanis sollen in Deutschland Arbeit finden. Im Wirtschaftsministerium ist man begeistert.

BERLIN, ISLAMABAD (fna) – Nachdem der Spiegel von einem Geheimpapier des pakistanischen Außenministeriums berichtete, wonach man dort die Jugend für die legale Einwanderung gemäß dem „Fachkräfteeinwanderungs-Gesetz“ vorbereiten und ausbilden will, zeigt man sich im Bundeswirtschaftsministerium höchst erfreut darüber. „Wir werden bis zum Jahr 2030 voraussichtlich rund drei Millionen Fachkräfte brauchen“, so ein Sprecher des Ministeriums zur Nachrichtenagentur fna, „da ist das pakistanische Angebot natürlich sehr verlockend.“

Man werde mit der pakistanischen Regierung verhandeln und ähnlich wie schon früher mit den Gastarbeitern entsprechende Abkommen abschließen. „Früher brauchten wir vor allem ungelernte Arbeitskräfte, heute sind es Facharbeiter. Wenn wir im nächsten Jahrzehnt alleine aus Pakistan ein paar hunderttausend ausreichend qualifizierte junge Menschen bekommen, ist das ein Gewinn für Deutschland“, so der Sprecher weiter. Immerhin seien zwei Drittel der Bevölkerung Pakistans unter 25 Jahre alt und infolge der Abtreibungspolitik bestünde zudem ein enormer Männerüberschuss.

Man werde der pakistanischen Regierung Spezialisten zur Verfügung stellen, welche den Ausbildnern und Lehrern für das Fachkräfte-Programm des südasiatischen Landes die wirtschaftlichen Bedürfnisse Deutschlands entsprechend vermitteln werden. „Egal ob Köche, Ingenieure, Imame, Mechaniker, Metallarbeiter, Krankenpfleger, Gynäkologen, Mathematiker oder IT-Spezialisten – Pakistan will dazu beitragen, dass Deutschlands Wirtschaft sich an der Weltspitze behaupten kann“, erklärte der Sprecher.

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One thought on “Wirtschaftsministerium wirbt pakistanische Fachkräfte an

  1. Was wollen wir mit Fachkräften?

    Weltspitze waren wir in den 80ern. Zunächst verpassten wir bei Computer und Telekommunikation den Anschluss. Dann Elektronik und Maschinenbau. Zur Zeit bricht Glanz und Gloria der Automobilindustrie zusammen. Luft- und Raumfahrt? Heutzutage bekommen wir nicht mal eine Maschine für unsere Kanzlerin in die Luft.

    Was wollen wir mir mit Ingenieuren und IT-Spezialisten? In Deutschland haben wir nur mehr Arbeitsplätze für Bürokraten, Dampfplauderer und Gender Mainstreaming Professorinen.

    Da steckt ein ganz anderer Plan dahinter. Die letzten fähigen Ingenieure und Facharbeiter suchen im Ausland einen Arbeitsplatz als Lehrer.

    Aber wo sie sich auch bewerben – überall kommt die Antwort: Ihr Knalltüten bringt doch nicht mal einen Flughafen zustande. Jetzt bleibt nur noch eine Hoffnung. Ein paar Ziegenhirten im hintersten Kaschmir glauben immer noch, die deutsche Industrie sei Weltspitze.

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