Bildungsministerium will öffentliche Schulen privatisieren

Bildungsministerium will öffentliche Schulen privatisieren

Die öffentlichen Schulen in Deutschland verlieren an Attraktivität. Das Bundesbildungsministerium will das Schulwesen nun komplett privatisieren und so die Bildungsqualität in der Bundesrepublik deutlich erhöhen.

BERLIN (fna) – Immer mehr Eltern versuchen, ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken, weil das Niveau an den öffentlichen Schulen ständig sinkt. Dies ist auch beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bekannt. Nun arbeitet die Große Koalition an einer Verfassungsänderung, die eine komplette Privatisierung des Bildungssektors erlaubt.

„Wir wollen das gesamte Schulwesen privatisieren und die Erlöse aus dem Verkauf in den Abbau der öffentlichen Verschuldung stecken“, so eine Sprecherin des BMBF zur Nachrichtenagentur fna. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek arbeite derzeit zusammen mit den Bildungsministern der Länder an einem entsprechenden Plan. Immerhin gebe es in Deutschland mehr als 15.400 Grundschulen, rund 3.100 Gymnasien, fast 2.900 Förderschulen, über 2.300 Hauptschulen, 2.100 Integrierte Gesamtschulen, fast 2.000 Realschulen, sowie ein paar tausend weitere Schulen.

In einer ersten Sondierung mit Vertretern aus Wirtschaft und gesellschaftspolitischen Vereinen zeigte sich schon einiges Interesse an der Übernahme von Schulen, so die Sprecherin weiter: „Wir haben Angebote von Coca Cola, Mars, den Gewerkschaften, den Kirchen und Moscheeverbänden, sowie der chinesischen Regierung, diverse Schulen zu übernehmen.“ So plane Coca Cola beispielsweise „in jeder größeren Stadt eine Coca Cola Hauptschule, eine Coca Cola Realschule oder ein Coca Cola Gymnasium zu eröffnen. „Auch die Zeugen Jehovas wollen mehrere Königreich-Schulen eröffnen, die Ditib und Mili Görus haben ebenfalls die mögliche Übernahme von Schulen angekündigt“, erklärte sie weiter.

Man erhofft sich seitens der Bundesregierung Milliardeneinnahmen, die je zur Hälfte dem Bund und den Ländern zur Schuldentilgung zufallen sollen. Weiters, so heißt es aus dem Bildungsministerium, soll durch diese Maßnahme das Bildungsniveau in Deutschland deutlich steigen und die Schülerinnen und Schüler in künftigen Pisa-Studien Spitzenplätze erreichen.

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