Brüssel fordert Klimasteuer auf Fleisch

Brüssel fordert Klimasteuer auf Fleisch

Schnitzel, Grillhühnchen, Eisbein & Co könnten bald schon empfindlich teurer werden. Grund dafür: eine EU-weite Klimasteuer auf Fleisch.

BRÜSSEL (fna) – Die Tierzucht zur Fleischproduktion gilt als Klimakiller. Denn dort werden jährlich Unmengen an Klimagasen wie Kohlendioxid, Methan & Co produziert. Zudem ist auch der Flächenverbrauch zur Nahrungsproduktion für die Kühe, Schweine, Hühner, Hamster und so weiter zu groß, findet man in Brüssel. Die EU-Kommission plant nun entsprechende Maßnahmen.

„In den nächsten Monaten werden wir eine Klimasteuer auf Fleisch ausarbeiten, die wir direkt von den Schlachthöfen eintreiben“, so ein Kommissionssprecher zur Nachrichtenagentur fna. „Wie hoch die Steuer ausfällt, ist derzeit noch Gegenstand einer internen Diskussion“, sagte er weiter.

Ersten Entwürfen zufolge könnte Rindfleisch pauschal mit zehn Euro pro Kilogramm besteuert werden, Schweinefleisch mit acht Euro, Geflügel mit sechs Euro und sonstige Fleischsorten wie vom Pferd, vom Wild, von Hamstern mit jeweils fünf Euro. „Diese Klimasteuer wollen wir auch auf importiertes Fleisch und Fleischwaren erheben“, erklärt der Sprecher weiter.

Ziel sei es, „den Fleischkonsum in Europa deutlich zu reduzieren und so einen gewichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“ Auch für die Gesundheit sei es besser, weniger Fleisch und Fleischprodukte zu essen, betonte er. „Diesen Aspekt, also jenen der Gesundheit, darf man nicht außer Acht lassen.“ Er erwartet, dass die neue Klimasteuer bereits mit 1. Juli 2019 implementiert werden kann und so zusätzliche Mittel in den ohnehin angespannten EU-Haushalt fließen.

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