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„Kindisches Verhalten“: Steinmeier schickt Sozialarbeiter in den Bundestag

Mangelnde Disziplin, fehlende Kooperation und offene Streitigkeiten. Im Bundestag gibt es große Probleme. Sozialarbeiter sollen nun Abhilfe schaffen.

BERLIN (fna) – Nicht nur die Berliner Polizeiakademie braucht Sozialarbeiter, auch der Bundestag. Immer wieder fallen Abgeordnete wegen Disziplinlosigkeit, Unwilligkeit parteiübergreifend zu kooperieren und mit persönlichen Angriffen und Beleidigungen auf. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will „diesen Kindergarten endlich zur Raison bringen“ und fordert deshalb den Einsatz von Sozialarbeitern ein.

„Es fängt ja schon beim Bundestagspräsidium an“, so der Bundespräsident gegenüber der Nachrichtenagentur fna. „Antatt wie es das Gesetz vorsieht, das Präsidium voll zu besetzen, wird der AfD aus kindischem Verhalten heraus die Besetzung dieses Postens verweigert.“ Man könne die Partei „ja ablehnen und sogar verachten“, so Steinmeier weiter, „aber stets nach irgendwelche fadenscheinigen Gründen zu suchen, warum man AfD-Kandidaten nicht wählt, geht einfach nicht.“

Aber auch die Attacken diverser AfD-Politiker gegen Vertreter der etablierten Parteien kritisiert er scharf. „Der Bundestag ist keine Kampfarena und kein Pausenhof, in dem man nach Lust und Laune austeilt und ein kindisches, unerwachsenes Verhalten an den Tag legt“, erklärte er. „Da müssen sich auch die Damen und Herren von der AfD einmal am Riemen reißen.“ Genauso wie eine Andrea Nahles, „die nicht damit drohen kann, jedem die Fresse zu polieren.“

Er denke, „dass der Einsatz von Sozialarbeitern im Bundestag dringend notwendig ist.“ Nur so könne man dafür sorgen, dass sich die Abgeordneten wieder ihrer politischen Arbeit widmen, „anstatt sich immer und immer wieder gegenseitig an die Gurgel zu gehen.“ Der Bundespräsident hat deshalb angeordnet, dass ab Februar 2019 ständig fünfzehn Sozialarbeiter für den Bundestag beschäftigt werden, die sich den vorherrschenden Problemen widmen sollen. „Ich hoffe, dass dies erfolgreich sein wird und wir bald wieder eine sachorientierte Politik erwarten können.“

Bild: Bundesregierung/Kugler

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