„RTL Smart“: Bertelsmann startet eigenen Bildungskanal

„RTL Smart“: Bertelsmann startet eigenen Bildungskanal

In Kooperation mit dem Bundesbildungsministerium wird das Medienunternehmen Bertelsmann nun einen eigenen Bildungskanal starten, der auch in den Schulen ausgestrahlt werden soll. Mit „RTL Smart“ will man die Kinder auf Dschungelcamp, Deutschland sucht den Superstar und mehr vorbereiten.

KÖLN, BERLIN (fna) – Das Bertelsmann-Medienunternehmen RTL Television hat mit Toggo (als Programmfenster von Super RTL) bereits Kindersendungen für Sechs- bis Dreizehnjährige im Angebot. Doch das ist nicht genug. In Zusammenarbeit mit dem Bundesbildungsministerium wird das Unternehmen künftig einen eigenen Bildungskanal mit dem Namen „RTL Smart“ starten, in dem unter anderem die B- und C-Prominzenz des „Dschungelcamps“ („Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!) den Kindern in der Schule und in der Freizeit schulrelevante Bildungsinhalte vermittelt.

Projektleiter Peter Loots ist hierbei für die Ausarbeitung des Sendekonzepts verantwortlich. „Wir werden täglich von 5 Uhr morgens bis 8 Uhr abends ausgewählte und eigens konzipierte Bildungsinhalte für Schülerinnen und Schüler anbieten, sowie in den Nachtstunden auch welche für Lehrer“, so Loots zur Nachrichtenagentur fna. „Neben klassischen Lerninhalten vom ABC über Zahlen hin zu deutscher Grammatik und Fremdsprachen wollen wir auch interaktive Shows veranstalten und dabei immer wieder auch einzelne Schulen oder Schulklassen miteinbinden.“

Auch geplant sei eine Neuauflage des „Schulmädchen Reports“ aus den 1970er-Jahren für die älteren Schülerinnen und Schüler, um so „mit heute gängigem Lehrmaterial konform gehen zu können“. Unter anderem soll in der eigens dafür geplanten 18-teiligen Serie der Umgang mit Sexspielzeugen, Analsex, Homo- und Bisexualität, Gruppensex und Transgender-Sex erklärt werden.

„Wir wollen auch die Teilnehmer unserer erfolgreichen Shows in die Sendungen mit einbinden und die Kinder und Jugendlichen damit auf die Medienwelt von heute und morgen vorbereiten“, so Loots weiter. Schon jetzt seien viele Teilnehmer aus dem „Dschungelcamp“, „DSDS“ oder „Big Brother“ zu Idolen der Teenager herangewachsen. „Deshalb werden wir auch Formate wie ‚Deutschland sucht die Superklasse‘, ‚Das Mathe-Talent‘ oder ‚Wer wird Professor?‘ umsetzen“, erklärte er weiter.

Man habe mit dem Bundesbildungsministerium, welches sich mit den Bildungsministerien der Länder abgesprochen habe, bereits Sendepläne ausgearbeitet. „Jede Schulstufe erhält eigene Sendezeiten, so dass die Schülerinnen und Schüler mindestens dreimal die Woche eine Unterrichtsstunde mit unserem Programm verbringen können“, so Loots. Finanziert wird das Programm einerseits über Werbeeinblendungen und Produktplazierungen, sowie über Fördermittel des Bundes und der Länder. „Wir haben bereits jetzt die Zusage von 200 Millionen Euro jährlich für die nächsten fünf Jahre“, sagte Loots, „und für einzelne Sendeformate können wir weitere Förderungen beantragen.“

„Damit können wir ein sehr hohes Qualitätsniveau erreichen und sogar mit unseren Top-Produktionen wie ‚Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!‘ oder DSDS mithalten“, zeigt sich Loots sichtlich stolz. „Von solch einem innovativen Bildungsfernsehen für Schüler können andere Länder nur träumen.“

Bild: Stefan Flöper / Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Share this post

Post Comment