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Berlin-Brandenburg: Das private Auto wird von der SPD abgeschafft

Künftig sollen in Berlin und Brandenburg keine Autos mehr fahren und die Menschen auf das Fahrrad und den öffentlichen Personennahverkehr umsteigen. Die SPD von Müller und Woidke plant die Verkehrswende.

BERLIN, POTSDAM (fna) – Die in Berlin und Brandenburg regierende SPD will die beiden Bundesländer über kurz oder lang autofrei machen. Neue Siedlungen sollen nur noch da entstehen wo es Interregio-Bahnhöfe gibt und auch der sonstige öffentliche Personennahverkehr soll sukzessive ausgebaut und erweitert werden.

„Das Ziel ist es, den privaten Individualverkehr in Berlin und Brandenburg mittelfristig komplett zu verbannen“, so Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) zur Nachrichtenagentur fna. „Das private Auto, der Individualverkehr, das ist ein Relikt alter Tage, die Zukunft lautet öffentlicher Personenverkehr.“ Deshalb sollen in Berlin in den nächsten Jahren immer mehr Fußgängerzonen etabliert werden. Auch will man die Bewohner der Stadt mittels günstigeren Fahrkarten zum Verzicht aufs eigene Auto motivieren.

Dietmar Woidke (SPD), der Ministerpräsident Brandenburgs schlägt in dieselbe Kerbe. „Zumindest im Umland von Berlin werden wir zunehmend Fahrverbotszonen errichten und den Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel vorantreiben“, so der brandenburgische Regierungschef. Für den ländlichen Raum überlege man noch Lösungsmöglichkeiten wie Segelflieger als Flugtaxis und Straßenbahnen bis an die Grenze zu Polen.

Grund für diesen Schritt ist auch der Höhenflug der Grünen. „Die Menschen in Deutschland wollen mehr Umwelt- und Klimaschutz, da müssen wir die Grünen eben in Umweltthemen links überholen und sozusagen katholischer als der Papst werden“, erklärt Müller. Die SPD in Berlin und in Brandenburg erhofft sich so auch einen Rückfluss von zu den Grünen abgewanderten ehemaligen SPD-Wählern, denen man „auch ein attraktives politisches Angebot“ machen wolle.

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