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NATO-Staaten wollen 60.000 syrischen Rebellen Asyl gewähren

Die syrische Armee rückt in Idlib immer weiter vor. Das bringt die von der NATO unterstützten Rebellen in Bedrängnis. Sie sollen nun Asyl erhalten.

BERLIN, LONDON, WASHINGTON (fna) – Viele Jahre lang wurden die Rebellen in Syrien von den NATO-Staaten, Israel und den arabischen Golfmonarchien auf jede erdenkliche Weise unterstützt, um so einen Machtwechsel in Damaskus herbeizuführen und das multireligiöse und multikulturelle Land in ein sunnitisch-islamisches Kalifat umzuwandeln, welches ähnlich fortschrittlich und demokratisch sein würde wie das Vorzeigeland Saudi-Arabien, einem wichtigen Alliierten der USA im Nahen Osten.

Nun jedoch rücken die syrischen Regierungstruppen mit russischer und iranischer Hilfe in der von den moderaten Rebellen der Hay’at Tahrir asch-Scham (früher al-Nusra-Front, ein Ableger der al-Kaida) und der salafistischen al-Jabha al-Wataniya lil Tahreer (die vor allem von der Türkei unterstützt wird) kontrollierten Provinz Idlib vor. Sehr sympathische moderate Rebellen, die wenigstens versuchen, Köpfe mit scharfen Messern abzutrennen die noch nicht rostig sind und Massenhinrichtungen demokratisch nach der Scharia durchführen.

Für die Politiker in Berlin, London, Paris, Washington D.C. und so weiter ist das eine Horrorvorstellung. Erst investiert man Milliarden an Dollar in diese Helden der Demokratie und Freiheit, welche das syrische Volk vor dem brutalen Diktator Bashar al-Assad befreien sollten – und dann verlieren sie auch noch Stellung um Stellung.

Aus dem NATO-Generalsektretariat heißt es deshalb in einer Stellungnahme an die Nachrichtenagentur fna: „Wir sind äußerst besorgt um unsere Alliierten in Syrien. Als Erstmaßnahme wollen wir in einer gemeinsamen Anstrengung rund 60.000 dieser heldenhaften Kämpfer für Freiheit, Demokratie und Scharia in den NATO-Mitgliedsländern in Sicherheit bringen.“ Demnach sollen vor allem jene NATO-Staaten, die „nicht ausreichend militärische und finanzielle Hilfe leisteten“ den Großteil dieser moderaten Rebellen aufnehmen und ihnen Asyl gewähren, zumal sie nun in Syrien politisch verfolgt würden und mit Folter und Tod rechnen müssten.

„Die USA, Großbritannien, Frankreich und die Türkei, welche die Hauptlast zur Befreiung Syriens trugen“, so heißt es in der Stellungnahme weiter, „jeweils rund 1.000 Rebellen übernehmen.“ Deutschland, Italien und Spanien sollen demnach zusammen 35.000 Rebellen übernehmen, die restlichen rund 22.000 Kämpfer werden demnach auf die übrigen NATO-Länder aufgeteilt, erklärt das NATO-Generalsektretariat. Immerhin hätten sich einige dieser Länder auch bereiterklärt, die im Süden Syriens evakuierten Helden der al-Kaida-Rettungsorganisation „Weißhelme“ aufzunehmen.

Artikelbild: Hayat Tahrir asch-Scham

4 Kommentare

  1. Anonymous Anonymous 17. September 2018

    Nein Danke

  2. Siegfried Siegfried 17. September 2018

    Es ist schon verblüffend, wie Putin immer mehr zum Garant für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte wird.

  3. Günther Günther 17. September 2018

    wo sind die Links zu den Aussagen des Generalsekretärs der Nato? Einfach Dinge behaupten, bringt die alternative Szene nicht weiter

  4. Klausdrehmann Klausdrehmann 21. September 2018

    Über uns

     

    Wir haben diese Webseite gestartet, um die Menschen zum Nachdenken zu animieren.

    Ist es wirklich wahr? Kann das wirklich sein? Nicht wenige unserer Artikel wurden schon für wahr gehalten – weil man es den jeweiligen Personen bzw. Parteien einfach zutraut, tatsächlich solche Forderungen zu erheben oder solche Aussagen zu tätigen.

    SCHEISS SATIRE!

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