Weil sie stets bevorzugt werden, sollen weiße heterosexuelle Männer in den USA künftig Priviliegiensteuern bezahlen, die den ethnischen und sexuellen Minderheiten zugute kommen werden.

WASHINGTON D.C. (fna) – Seit Gründung der Vereinigten Staaten hätten vor allem weiße heterosexuelle Männer vom System profitiert, während Frauen, Farbige und sexuelle Minderheiten stets benachteiligt worden seien. Dies sei, so das Oberste Bundesgericht in seiner jüngsten Entscheidung, nicht mehr hinnehmbar. Man müsse einen finanziellen Ausgleich schaffen.

Geklagt hatten diverse Lobbygruppen von ethnischen und sexuellen Minderheiten, sowie die Feministische Allianz Amerikas. Sie beriefen sich auf eine von ihnen veranlasste Studie, wonach die Gruppe der weißen heterosexuellen Männer im Zuge der seit Generationen andauernden lebenslangen Bevorzugung ein im Durchschnitt 23,7 Prozent höheres Lebenseinkommen und ein um ganze 36,3 Prozent höheres durchschnittliches Vermögen besäßen.

Als Reaktion darauf urteilten nun die Obersten Richter, dass mit dem neuen Fiskaljahr 2019/2020 die Einkommen weißer heterosexueller Männer pauschal mit einer Privilegiensteuer in Höhe von 3,5 Prozent, sowie einer zusätzlichen „White Privilege Tax“ von 0,5 Prozent auf besteuerbaren Besitz belegt werden müssen. Die Gesetzgeber haben nun ein paar Monate Zeit, die höchstgerichtliche Vorgabe in ein Gesetz zu gießen.

Laut Urteil muss die Regierung in Washington das Geld zweckgebunden einsetzen um die wirtschaftlichen Chancen der ethnischen und sexuellen Minderheiten zu verbessern. Darunter in Schulen, Ausbildungszentren und günstigen Krediten zur Gründung von eigenen Unternehmen. Auch die Kreditkarten- und Casinoschulden sollen davon bezahlt werden.

Bild: Wikimedia / MattWade CC BY-SA 3.0

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