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Diesel-Autos in Osteuropa: Bekommt Deutschland eine Feinstaub-Mauer?

Immer mehr alte Dieselfahrzeuge aus Deutschland werden nach Osteuropa verkauft. Nun soll eine Mauer den Feinstaub von dort zurückhalten, so Forderungen von Umwelthilfe und Grünen.

BERLIN (fna) – Die Grünen und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) werfen der Bundesregierung vor, nichts gegen den Verkauf gebrauchter alter Dieselfahrzeuge nach Osteuropa zu unternehmen, die dort ungehindert Feinstaub produzieren und Stickoxide in die Luft blasen können, welche dann wieder nach nach Deutschland gelangen und dort die Luftqualität verschlechtern.

„Während wir in Deutschland für eine saubere Luft kämpfen, werden alte stinkende Dieselfahrzeuge nach Osteuropa verkauft, die dort die Luft weiter verpesten können“, beklagt sich ein Sprecher der Umweltschutzorganisation gegenüber der Nachrichtenagentur fna. „Dagegen müssen wir mit einer Mauer vorgehen.“

Unterstützung kommt von den Grünen. „Während Trump eine schlechte Mauer gegen Immigranten bauen will, fordern wir eine gute Mauer gegen Feinstaub und Stickoxide“, so Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter zur fna. „Die Osteuropäer machen unsere ganze Klimabilanz aus Profitgründen zunichte.“ Das können wir nicht mehr länger tolerieren.

Von der Bundesregierung kommen zwar Einwände, doch der Idee selbst ist man prinzipiell nicht abgeneigt. Gegenüber der fna teilte man aus dem Bundesumweltministerium auf Nachfrage mit, dass man sich die Finanzierung einer solchen Mauer ansehen werde. „Eine Erhöhung der Energiesteuer auf Kraftstoffe um zehn Prozent könnte rund vier Milliarden Euro in die Kassen spülen und so ein solches Bauvorhaben finanzieren“, hieß es. „Die Baukosten für ein solches Bauwerk entlang der östlichen und südöstlichen Grenze würden wohl bei rund 90 Milliarden Euro liegen, jährliche Wartungs- und Instandhaltungskosten bei etwa 2 Milliarden Euro.“

Geht es nach der Umwelthilfe und den Grünen, soll die Mauer bereits in diesem Jahr gebaut werden. „Sie muss mindestens 15 Meter hoch und windundurchlässig sein, sowie weitere 10 Meter hoch über einen aktiven Feinstaub-Filter verfügen“, lautet die gemeinsame Forderung. Anders könne man dem Problem nicht Herr werden.

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Ein Kommentar

  1. Berggeist Rübezahl Berggeist Rübezahl 31. Januar 2019

    Wir sollten die DUH gemeinsam mit den Migrantenschlepper-NGOs im Mittelmeer verklappen. Blubb!

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