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Gesundheitsministerium plant Zucker-, Salz- und Fettsteuer

Last updated on 20. Mai 2019

Im Kampf gegen Übergewicht, Diabetes und mit der Fehlernährung zusammenhängenden Krankheiten will das Bundesgesundheitsministerium Zucker, Salz und Fett stärker besteuern.

BERLIN (fna) – Die Deutschen werden immer fetter. Das konstatiert das Bundesgesundheitsministerium aufgrund statistischer Daten. Zuvor angedachte Regelungen wie die Anbringung von „Ampeln“ auf Lebensmittelverpackungen und Anordnungen zur Reduktion von Zucker und Fett in Fertiggerichten, wurden nun über den Haufen geworfen.

„Wir müssen Zucker, Salz und Fett stärker besteuern“, heißt es nun aus dem Ministerium gegenüber der Nachrichtenagentur fna. Geplant ist eine Gesundheitssteuer von zwanzig Prozent auf in Deutschland produzierten bzw. in die Bundesrepublik importierten Zucker und Salz. Fertiggerichte die einen Fettanteil von mehr als 25 Prozent erreichen sollen mit einer Gesundheitssteuer von zehn Prozent belastet werden.

„Man kann die Menschen nicht per Gesetz davon abhalten, sich falsch zu ernähren“, erklärte das Ministerium weiter, „aber durch die Verteuerung von ungesunden Nahrungsmitteln können wir dafür sorgen, dass sie sich weniger davon leisten können.“ Im Gegenzug soll die Umsatzsteuer auf Obst und Gemüse fallen.

„Die Abschaffung der Umsatzsteuer auf Obst und Gemüse soll dieses erschwinglicher machen und die Menschen dazu animieren, mehr davon zu essen“, heißt es dazu. Immerhin müssten die Menschen in Deutschland immer länger arbeiten und so auch bis ins hohe Alter arbeitsfähig bleiben. „Hier geht es auch um den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wenn die Deutschen bis zum 70. Lebensjahr arbeitsfähig bleiben sollen, müssen wir dies auch entsprechend unterstützen.“

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