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Mitgliederschwund: SPD kämpft mit Beitragsrabatten ums Überleben

Last updated on 20. Mai 2019

Angesichts des Mitgliederschwundes versucht die SPD nun mit einem Sonderangebot bei den Mitgliedsbeiträgen neue Mitglieder zu werben. Man vergleicht dies mit den Kirchenaustritten wegen der Kirchensteuer.

BERLIN (fna) – Der SPD gehen die Parteimitglieder aus. Alleine im letzten Jahr musste die Traditionspartei einen Verlust von 5.398 Mitgliedern verkraften. Damit geht auch ein enormer Verlust bei den Mitgliedsbeiträgen einher, was die infolge der Erfolglosigkeit bei den Wahlen finanziell ohnehin schon angeschlagene Partei noch weiter schwächt. Doch nun will man sich aktiv um Neumitglieder kümmern.

„Bislang liegt der monatliche Mitgliedsbeitrag je nach Einkommen bei 5 bis 250 Euro“, erklärt die Sprecherin des Parteivorstands der Nachrichtenagentur fna. Für Neumitglieder soll nun ein ermäßigter Satz gelten: „Wer noch in diesem Jahr SPD-Mitglied wird, darf auf Lebenszeit einen Rabatt von 25 Prozent bei den Mitgliedsbeiträgen geltend machen.“ Dies habe Parteichefin Andrea Nahles nach Rücksprache mit dem Parteipräsidium angeordnet. Hierbei ginge es „um das Überleben der Partei“, die aufgrund der Überalterung und der Parteiaustritte „dahinsiecht“.

In der SPD-Führung hält man die rund 30.000 Parteiaustritte des letzten Jahres für finanziell motiviert. „Viele Menschen treten ja auch aus der Kirche aus, weil sie keine Kirchensteuer mehr zahlen wollen oder diese für überhöht halten“, so die Sprecherin weiter. Dennoch würden die Menschen weiterhin an die christliche Lehre glauben. „Wir denken, dass dies bei uns ähnlich ist. Die Leute sind zwar weiterhin Sozialdemokraten, können oder wollen jedoch nicht mehr so hohe Mitgliedsbeiträge zahlen.“

Man hofft nun darauf, dass die SPD alleine in diesem Jahr mindestens 50.000 Neumitglieder verzeichnen kann und deutlich weniger Altmitglieder die Partei verlassen. „Bis auf die Sterbefälle, die wir nicht beeinflussen können, haben wir mit den Mitgliedsbeiträgen doch ein gutes Steuerungsinstrument in der Hand und hoffen, im laufenden Jahr per Saldo ein Mitgliederplus von mindestens 30.000 zu erzielen“, so die Sprecherin weiter. „Ich bin davon überzeugt, dass wir das mit unserem attraktiven Programm, unserer hervorragenden Regierungsarbeit und günstigeren Mitgliedsbeiträgen auch schaffen.“

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6 Kommentare

  1. Siegfried Siegfried

    Das mit den finanziellen Gründen dürfte stimmen. Schließlich hat die SPD mit der Agenda 2010 und Hartz4 effektiv und nachhaltig dafür gesorgt, dass sich die SPD Mitglieder und Wähler die SPD nicht mehr leisten können. Die Vermutung ist also logisch und folgerichtig.

  2. Oliver Oliver

    Ob das jetzt hilft? Nun mich lockt eine Partei mit einem Attraktiven Programm an. Außerdem möchte ich auch nicht für meine Aktivitäten mit Zerstochenen Reifen, Schlägen, Jobverlust bedroht werden.
    Und wer hat diese Unpraxis salonfähig gemacht? Ja das linke spektrum, allemn vorran Grün und SPD pack… DIe Mitgliedsbeiträge sind sicherlich bei den Meisten PArteien zu hoch, Linkspartei forderte zu meine Studentenzeit 4% meines Lohns, FDP ist man mit 1% dabei und andere PArteien haben einfach vorstellungen, da kommt man als normalbürger nicht mit und ist eigentlich auch nicht willkommen.

  3. Anonymous Anonymous

    Ich nschlage vor, der Staat unterstützt die Parteien je Mitglied pauschal mit sagen wir mal 10 Euro im Jahr. Dann könnte man darauf kommen, jedem Mitglied 9 Euro zu zahlen. Das wären dann 80 Millionen im Jahr Plus, wenn jeder darauf einginge…

    • Siegfried Siegfried

      Du bist ein Fuchs 🙂 Alerdings ist die PARTEI schon vorher auf diesen gedanken gekommen. Jedenfalls so ähnlich. Du bist also leider nicht der Erste.

  4. Juwe Juwe

    Wenn man nicht ständig bezahlte Demonstranten mit Bussen und Bahnen herankaren würde und Anschläge gegen Andersdenkende im Hintergrund mitfinanziert, dann wäre noch genügend Geld in der Parteikasse !

  5. Anonymous Anonymous

    „….unserer hervorragenden Regierungsarbeit……“ – selten so gelacht

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