Künftig wollen die Schüler nicht nur am Freitag für den Klimaschutz streiken, sondern am Montag auch noch für bessere Noten.

BERLIN (fna) – Unter dem Motto „Fridays for Future“ streiken immer mehr Schüler an den Freitagen, um so für den Klimaschutz zu demonstrieren. Doch vielen Schülervertretern ist das noch nicht genug. „Unsere Zukunft ist nicht nur das Klima, sie liegt auch in unseren Noten“, so die Sprecherin der Aktion, Vanessa Hüpfer zur Nachrichtenagentur fna.

„Wir werden neben den ‚Fridays for Future‘ künftig auch ‚Mondays for Future‘ durchführen und bessere Noten einfordern“, so die 19-Jährige. „Nur mit guten Noten und guten Schulabschlüssen bekommt man auch gute Jobs. Da muss sich etwas ändern.“ Immerhin könne sie mit einem Notenschnitt von 3,7 nicht erwarten, von den Top-Unternehmen in Deutschland übernommen zu werden.

Die Schüler-Bewegung fordert nun eine um durchschnittlich 1,5 Noten bessere Bewertung bei Tests, Schularbeiten und Zeugnissen, sowie die Verwendung von Recycling-Papier an allen Schulen. Weiters soll die Elektrizität an den Schulen nur noch aus erneuerbarer Energie stammen.

Bei den deutschen Lehrerverbänden stößt der Protestwille der Schüler auf gemischte Reaktionen. „Wir haben auf die Benotung nur einen geringen Einfluss und bereits eine durchschnittliche Verbesserung von 0,5 Noten angeboten“, heißt es aus dem deutschen Philologenverband. „Wer eigentlich nur eine 4 bekommen würde, hätte dann eine 3,5.“

Manche Lehrer freuen sich jedoch über die Schüler-Streiks. „Endlich jedes Wochenende langes Wochenende, und das bei vollem Gehalt“, so eine anonym bleiben wollende Berliner Lehrerin zur fna. „Drei Tage arbeiten und vier Tage frei, das gefällt. Dafür würde ich den Kids gerne bessere Noten geben.“ Ein Lehrer aus Hamburg meint nur abschätzig: „Die Kinder von heute sind einfach nur faul und wollen sich am Wochenende dem Komasaufen hingeben, anstatt in der Schule zu sitzen und zu lernen.“

Doch bei den Schülervertretern gibt man sich kämpferisch. „Es muss eine Eins vor dem Komma stehen!“, fordert Hüpfer, „Ansonsten werden wir noch bis zum Ende des Schuljahres montags streiken.“ An den Freitagen wolle man so lange dem Unterricht fernbleiben, bis die Klimaschutzforderungen von der Bundesregierung umgesetzt werden.

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