In der kommenden Saison soll die Fußball-Bundesliga in eine Gruppe Nord und eine Gruppe Süd aufgeteilt werden, um so den CO2-Ausstoß durch die Fan-Fahrten zu Auswärtsspielen zu reduzieren. Die Deutsche Umwelthilfe reicht nun Klage ein.

BERLIN (fna) – Die Deutsche Bundesliga ist ein enormer Klimasünder, so die Deutsche Umwelthilfe. Aufgrund der großen geografischen Distanzen müssten die Teams und vor allem die Fans wöchentlich quer durchs ganze Land reisen und verursachen so auch Unmengen an Kohlendioxid. Das bemängelt der Umweltschutzverein und will nun dagegen angehen.

Frank Horst von der Deutschen Umwelthilfe sagte gegenüber der Nachrichtenagentur fna: „Wenn Bayern München beispielsweise in Bremen spielt, reisen tausende Fans von Bayern aus in den Norden und dann wieder zurück. Oftmals mit Autos und Bussen. Das verschlechtert die CO2-Bilanz enorm.“ Deshalb, so die Forderung des Vereins, müsse die Bundesliga in eine nördliche und eine südliche Gruppe aufgeteilt werden und die Finalspiele dann im Zentrum Deutschlands ausgetragen werden.

Demnach soll die Gruppe Süd die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland umfassen und insgesamt neun Teams umfassen. Die Gruppe Nord die restlichen Bundesländer. Damit, so die Vorstellung der Umwelthilfe, ließe sich der durch die Bundesliga-Spiele CO2-Ausstoß um rund die Hälfte reduzieren. „Weitere Reduktionen ließen sich erzielen, wenn die Hälfte der Spiele in leeren Stadien abgehalten werden“, so Horst weiter.

„Wir werden uns durch sämtliche Instanzen klagen und gegen die durch die Bundesliga-Spiele verursachte Klima-Vergiftung angehen“, erklärte der Umwelthilfe-Sprecher. „Gegen Rassismus sind sie zwar, aber gegen den Völkermord durch den Klimawandel nicht. Das kann doch nicht angehen.“

Beim FC Bayern München sieht man dies angesichts der Stärke Borussia Dortmunds positiv. Uli Hoeneß zeigt sich von der Idee prinzipiell sehr angetan. „Lange Reisezeiten sind für unsere Spieler auch sehr belastend“, so der Bayern-Präsident zur fna. „Gerade die Unterschiede in der Zeitzone wenn man über den Weißwurstäquator hinaus fährt, schlauchen. Selbst unsere Fans sind bei Auswärtsspielen nur halb so gut.“ Spiele in Geisterstadien hingegen findet er schlecht. „Wir brauchen eine entsprechende Atmosphäre im Stadion um die Spieler zu motivieren. Kann man da nicht einfach nur eine CO2-Steuer auf die Tickets erheben?“

Bitte teilen:
Similar Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.