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Grüne: Identitätspolitik muss liberaler werden

Last updated on 20. Mai 2019

Künftig sollen die Menschen nicht nur ihr Geschlecht, sondern auch ihr Alter, ihre Augenfarbe, ihr Gewicht und ihre Nationalität selbst festlegen dürfen. Den Grünen geht die bisherige Regelung nicht weit genug.

BERLIN (fna) – Die menschliche Individualität werde in Deutschland nicht ausreichend berücksichtigt, kritisieren die Grünen. Zwar komme inzwischen etwas Bewegung in die Geschlechterfrage, wonach neben Männern und Frauen auch ein „drittes Geschlecht“ („divers“) anerkannt wird, doch das sei noch nicht genug.

„Es kann doch nicht sein, dass die Menschen sich nur über ihr Geschlecht identifizieren können sollen“, so Ulle Schauws, fachpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion für den Bereich Queer zur Nachrichtenagentur fna. „Ich selbst bin laut Dokumenten 52 Jahre alt, aber ich fühle mich wie 43. Warum darf ich das nicht so angeben?“

Sie fordert die Bundesregierung deshalb dazu auf, den Menschen deutlich mehr Wahlfreiheit in Sachen Alter, Augenfarbe, Gewicht, Körperhöhe, Nationalität und anderen persönlichen Eigenschaften zu gewähren. „Genauso wie man sich die Haare färben kann, um sich in seinem Körper wohler zu fühlen, sollte man sich auch bei anderen Eigenschaften selbst aussuchen dürfen, wie man ist und sich fühlt“, erklärte sie.

Unterstützung erhält sie für diese Forderungen nicht nur aus ihrer eigenen Partei, sondern auch von Politikern von SPD, FDP und Linken. Dort halten nicht wenige die aktuelle Identitätsgesetzgebung für antiquiert, wenngleich man nicht überall so weit gehen würde wie die Grünen.

Bild: Flickr / Vicky Burton CC BY-SA 2.0

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2 Kommentare

  1. Siegfried Siegfried

    Freie Wahl des Namens nicht vergessen! Und was mir das Liebste wäre: Freie Wahl des Einkommens. Mit einem Einkommen von mehreren hunderttausend Euro pro Stunde fühle ich mich definitiv wohler.

  2. Friedrich Friedrich

    Und wenn man angibt, sich wie 95 zu fühlen, hat man dann Anspruch auf Rentennachzahlung für 30 Jahre..?

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