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Hessens Polizei: Migrationshintergrund erwünscht

Die hessische Polizei soll multikultureller werden und so für mehr Sicherheit sorgen, deshalb will man bevorzugt Migranten rekrutieren.

WIESBADEN (fna) – In den letzten Jahren hat sich die Zahl der neu eingestellten Polizisten mit Migrationshintergrund in Hessen fast verdoppelt. Waren es 2011 noch 11,8 Prozent, so stieg deren Anteil bis 2017 auf 21,7 Prozent. „Bis zum Jahr 2025 sollen es dann schon mindestens 50 Prozent sein“, so ein Sprecher der hessischen Landespolizei zur Nachrichtenagentur fna. „Ziel ist es, die Polizei im Land so multikulturell zu machen, wie es auch die Gesellschaft ist.“

Derzeit hätten 31,1 Prozent der Bevölkerung Hessens einen Migrationshintergrund – Tendenz steigend. „Bis wir bei der Landespolizei ebenfalls rund ein Drittel mit Migrationshintergrund haben, wird wohl noch etwas dauern“, so der Sprecher weiter. Problematisch seien oftmals die mangelhaften Deutschkenntnisse der Bewerber, „was wir jedoch mit vereinfachten Aufnahmetests und einer lascheren Auslegung der Kriterien ausgleichen können.“ Immerhin werde Deutsch ohnehin immer unwichtiger und andere Sprachen würden zunehmend an Bedeutung gewinnen.

„Dank unserer gezielten Werbung bei den Migranten werden wir auch immer besser“, so der Sprecher. „Wir haben mittlerweile die höchste Aufklärungsquote seit Bestehen der Polizeilichen Kriminalstatistik im Jahr 1971 und gleichzeitig fiel die Zahl der Straftaten auf den niedrigsten Wert seit 1980. Das ist ein großer Erfolg unserer multikulturellen Strategie.“

So würden die arabischen und nordafrikanischen Jugendlichen beispielsweise anders auf arabischstämmige Polizisten reagieren als auf biodeutsche Polizisten. „In den Köpfen der Jugendlichen mit Migrationshintergrund gilt der deutsche Polizist als weich und lasch, während man von den Polisten in der Heimat weiß, dass diese oftmals kein Pardon kennen“, erklärte er zwinkernd, „Das muss man zu nutzen wissen.“ Zudem könne man so vor allem in diesem Personenkreis um Nachwuchs werben. „Wir sagen denen, baut keinen Scheiß und später dürft ihr auch mit Uniform und Knarre herumlaufen“, sagte er weiter.

Allerdings versuche man, sich nicht von arabischen Kriminellen-Clans unterwandern zu lassen. „Wir wollen nicht dieselben Fehler wie Nordrhein-Westfalen und Berlin begehen und Clan-Mitglieder aufnehmen“, sagte er. „Deshalb müssen die Bewerber vorher auch eine eidesstattliche Erklärung abgeben, nicht Mitglied eines solchen Clans zu sein und ‚Isch schwör bei meiner Mudda‘ sagen.“ Immerhin sei die Ehre der Familie dort heilig.

Bild: Screenshot Youtube

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