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MDR-Intendantin: „Propaganda ist in diesen Zeiten wichtiger denn je“

Last updated on 10. November 2019

Die ARD wurde wegen einer „Framing“-Anleitung scharf kritisiert. Nun schlägt MDR-Intendantin Karola Wille zurück. Man müsse die Deutschen mit Propaganda überzeugen, das habe sie in der DDR gelernt.

LEIPZIG (fna) – Weil der öffentlich-rechtliche Rundfunk wegen der horrenden Ausgaben und damit auch sehr hohen Gebühren immer wieder in der Kritik steht, gab die MDR-Intendantin Karola Wille in ihrer Zeit als Vorsitzende der ARD in den Jahren 2016 bis 2017 eine Propaganda-Anleitung („Framing Manual“) für die ARD in Auftrag. Ziel ist es, die Zuschauer propagandistisch umzuerziehen und zu manipulieren, weil sonst die Glaubwürdigkeit der Nachrichten und Reporte der ARD leiden.

„Unsere Themen und Berichte werden zwar nicht von den kapitalistischen Heuschrecken diktiert, wie es bei den privaten Medienkonzernen der Fall ist, sondern direkt oder indirekt von Politikern, Parteien und öffentlichen Interessenverbänden“, so die Intendantin zur Nachrichtenagentur fna, „aber was ‚der Staat‘ will ist gut. Das müssen die Zuschauer auch verstehen lernen.“ Man habe dies in der DDR ebenfalls umgesetzt, wenngleich es „subversiven Elementen“ gelungen sei, das System auszuhöhlen.

Man wolle dies in der Bundesrepublik, welche sie noch bis kurz vor der Wende schärfstens attackierte, verhindern. „Wer den öffentlich-rechtlichen Rundfunk kritisiert, ist ein Agent medienkapitalistischer Heuschrecken und muss auch so bezeichnet werden“, erklärte sie weiter. „Diese Menschen wollen das reichhaltige Angebot von ARD und ZDF ausdörren und eine TV-Wüste hinterlassen, in der anspruchsvolle Unterhaltung und wichtige, emotional übermittelte Nachrichten keinen Platz haben sollen.“

„Die Tagesschau ist doch das Paradebeispiel dafür, wie wir in unseren tagtäglichen Nachrichten staatliche und transatlantische Propaganda und manipulative Meinungsmache im seriösen Gewand unterbringen“, so die mittlerweile der Bundesrepublik staatstreu ergebene Intendantin weiter. „Das ist nichts Negatives. Im Gegenteil: die Menschen müssen uns dafür dankbar sein, denn nur so erfahren sie die von uns gepredigte Wahrheit.“ Immerhin sei Wahrheit ohnehin subjektiv und Auslegungssache. „Bei der ARD können die Zuschauer sicher sein, nicht die falsche Wahrheit zu hören. Da können Sie sich sicher sein“, erklärte sie abschließend.

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