Jeder soll ein Recht auf Home Office haben, so die SPD. Nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Abgeordnete. Parteichefin Andrea Nahles will dies vorantreiben.

BERLIN (fna) – Das Recht auf Home Office für alle, damit will die SPD punkten. Immerhin könne man „viele Arbeiten auch von zu Hause aus erledigen ohne körperlich im Büro, im Bundestag oder auf der Baustelle anwesend zu sein“, so Parteichefin Andrea Nahles zur Nachrichtenagentur fna. „Man muss endlich auch in der Politik zur Kenntnis nehmen, dass sich die Arbeitsrealitäten in den letzten Jahren dramatisch verändert haben.“

Sie beruft sich dabei auf diverse Studien. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass viele Bürokräfte 80 Prozent ihrer Arbeit in 20 Prozent ihrer Arbeitszeit erledigen und in den restlichen 80 Prozent ihrer Arbeitszeit die übrigen 20 Prozent“, erklärte sie, „Dies kann man ja eigentlich auch zu Hause erledigen und dabei noch etwas Sinnvolles machen, wie zum Beispiel Netflix kucken oder sich mit den Nachbarn streiten.“

„Mir fällt doch von der Regierungsbank auch auf, dass sich während der Zeit im Plenarsaal die meisten Abgeordneten langweilen und lieber Candy Crush oder Angry Birds spielen, weil es nichts Wichtiges zu debattieren oder abzustimmen gibt“, so die SPD-Chefin weiter. „Und wenn ein Abgeordneter gerade bei seiner Geliebten im Home Office ist wenn es etwas abzustimmen gilt, kann er ja auch beim Bundestagspräsidium anrufen und seine Stimme mittels Videocall abgeben.“

Auch Bauarbeiter könnten einen Teil ihrer Arbeit schon zu Hause vorbereiten und dann auf die Baustelle mitbringen. „Es sagt ja niemand, dass ein Maler die Farben nicht schon zu Hause zusammenmischen kann, oder ein Maurer Mauerelemente vorbereiten“, erklärt sie weiter. Da muss man doch einfach viel flexibler sein als bisher.

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1 Comment

  1. „Bei der Geliebten im Homeoffice“, hmmm, das klingt in der Tat verlockend.

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