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Stoltenberg: „Zur Not fliegt Deutschland eben aus der NATO“

Bevor die USA aus der NATO austreten, weil sich Deutschland weigert genügend Geld für das Militär bereitzustellen, müsse eben die Bundesrepublik das Militärbündnis verlassen, so NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

BRÜSSEL (fna) – Das transatlantische Verteidigungsbündnis NATO steht und fällt mit Deutschland. Diesen Eindruck bekommt man, wenn man die jüngsten Äußerungen von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zur Kenntnis nimmt. „Präsident Trump droht mit dem NATO-Austritt der USA, sollten die europäischen Partner ihre Rüstungsausgaben nicht auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung erhöhen“, so der Norweger zur Nachrichtenagentur fna. „Das wäre eine Katastrophe.“

Für den Sozialdemokraten ist klar, dass ein Ausscheiden der Vereinigten Staaten aus dem Militärpakt nicht geht. „Die Sache ist eigentlich ganz einfach: entweder erhöht Deutschland das Verteidigungsbudget rasch auf die geforderten zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, oder dieser sicherheitspolitische Trittbrettfahrer darf sich aus unserer militärischen Verteidigungsunion verabschieden. Zur Not fliegt Deutschland eben aus der NATO, bevor wir unsere amerikanischen Verbündeten verlieren und auf uns alleine gestellt sind.“

„Der Russe steht direkt vor unserer Tür und bedroht unsere Sicherheit, doch während Washington und unsere osteuropäischen Partner die Gefahr erkennen, mauschelt Berlin mit Moskau und verstärkt die Abhängigkeit vom russischen Erdgas“, so Stoltenberg. „Das geht einfach nicht. Wir fragen uns, ob Deutschland wirklich noch unser transatlantischer Partner oder ein Trojanisches Pferd der Russen ist, welches die Sicherheit all unserer Partner gefährdet.“

Der NATO-Generalsekretär fordet die Deutschen dazu auf, sich klar zu positionieren. „Entweder kommen sie den gemeinsam beschlossenen Forderungen nach einer massiven Aufrüstung zum Schutz vor Russland nach und werden wieder ein wertvoller Teil unserer transatlantischen Schutzgemeinschaft, oder Deutschland fliegt aus der NATO raus und wir aktivieren die UN-Feindstaatenklausel“, so Stoltenberg mit scharfen Worten in Richtung Berlin. „Deutschland hat die Wahl: entweder mit uns oder gegen uns.“

Doch gegen die USA und die NATO wolle Deutschland sicher nicht sein, erklärte Stoltenberg „da die ganze deutsche Militärtechnik auf US-amerikanischer Technologie basiert.“ Ohne die Zustimmung des Pentagons könnten die deutschen Kampfjets nicht abheben und ein Großteil der deutschen Streitkräfte wären „zur Tatenlosigkeit verdammt. Daran sollte Berlin stets denken.“

Bild: Screenshot Youtube

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2 Kommentare

  1. Siegfried Siegfried 11. Februar 2019

    Da braucht AKK jetzt aber ganz viele Berater. Flinten-Uschi kennt sich da aus.

  2. Anonymous Anonymous 11. Februar 2019

    Ganz viele Berater? So viele sind das gar nicht.

    Wenn ein Berater 60 Millionen verlangt und wenn das Mädel unseren Rüstungsetat von 33 Milliarden auf 66 Milliarden verdoppelt, kann sie davon nur 550 zusätzliche Berater bezahlen.

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